Konzert am Meer

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(Eine Erinnerung an Sylt)

Und Wagner wühlte das Meer auf.
Da türmte das göttlich empörte
der Brandung Bänke
zu schäumenden Mauern
5 und brach sie
in langen, brünstigen Donnern
weithin auf den Strand.
So stoßen tausend Hengste zugleich
den Dampf durch die schrecklich geblähte Nüster.

10 Und ich, der schwache, eintägige Mensch,
stand davor,
mit fliegenden Gliedern,
und meine Hände
öffneten sich gegen das Meer,
15 als wollten sie’s versteinern,
dies dionysische Schauspiel,
dieses königliche Wogen-Sterben.
diese morituri te salutant, Wagner!
te salutant, Mensch!

20 Und da reckt’ ich mich auf.
Und da lag mein Auge
löwenfunkelnd
über dem sterbenden Meer.


Lyrik | Ich und die Welt
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Zur Textgestalt der Stuttgarter Ausgabe | Auf vielen Wegen - Ich und die Welt - Eine Einführung


Werkgruppe Lyrik
Werkbereich Ich und die Welt
Zyklus
Zyklusnummer
Titel Konzert am Meer
Textanfang Und Wagner wühlte das Meer auf
Zitiert aus SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 278
Kommentar aus SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 870, 871
Überlieferung
Datierung
Erstdruck Ich und die Welt (1898) S. 125
Gemeinfrei ja
Rezeptionen: künstlerisch
Rezeptionen: wissenschaftlich
Rezeptionen: Buchausgaben
Rezeptionen: weiteres
Kommentar
Volltexterfassung siehe Unterseite
ID LYR-SA-01-05-0103