Mondstimmung

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Über den weiten
schweigenden Wäldern der Welt
möcht ich gleich dir, o Mond,
großen Auges dahinziehn...
5 wenn die dämmrigen Wiesen
den Geist ihrer Nebel
zu dir emporwölken,
und breite Gewässer
schwärzliche Eilande
10 silbern umrinnen...
wenn die Dörfer sich tiefer
dem erdigen Boden schmiegen,
und die steinernen Städte
mit weißeren Giebeln und Türmen
15 lautlos
vor deinem Angesicht schlafen.
Auf die träumende Menschheit dann
möcht ich gleich dir
großen Auges hinabschaun
20 und der leisen Musik
ihres flutenden Blutes
lauschen.


Lyrik | Ich und die Welt
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Stimmungen vor Werken Michelangelos: Der Abend | Ein Sklave |
Frühlingsregen | Abend am See | So möcht ich sterben...
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Casta regina! | Prometheus | Hymnus des Hasses | Wenn du nur wolltest | Der Spieler | Im Eilzug | An Friedrich Nietzsche | Odi profanum... | An Sirmio | Auf der Piazza Benacense | Fliegendes Blatt | Übermut | Bahn frei! | Per exemplum | Ἄσβεστος γέλως | Botschaft des Kaisers Julian an sein Volk | Auf mich selber
Übern Schreibtisch: I Bau dich nur an in deiner Welt oT | II Willst du fest und fördernd leben oT
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Zur Textgestalt der Stuttgarter Ausgabe | Auf vielen Wegen - Ich und die Welt - Eine Einführung


Werkgruppe Lyrik
Werkbereich Ich und die Welt
Zyklus
Zyklusnummer
Titel Mondstimmung
Textanfang Über den weiten
Zitiert aus SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 271, 272
Kommentar aus SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 869, 870
Überlieferung T 1897-98, Bl. 38
Datierung Juli 1897
Erstdruck Ich und die Welt (1898) S.
Gemeinfrei ja
Rezeptionen: künstlerisch
Rezeptionen: wissenschaftlich
Rezeptionen: Buchausgaben
Rezeptionen: weiteres
Kommentar
Volltexterfassung siehe Unterseite
ID LYR-SA-01-05-0096