O Friede!
Aus CMO
O Friede, der nun alles füllet,
erfüll auch uns mit süßer Ruh,
und bis ein Tag sich neu enthüllet,
deck uns mit trauten Träumen zu.
5 Wie manches, was des Tages Wille
mit rechter Klarheit nicht ergreift,
dem hilf, daß es in deiner Stille
zu freundlicher Vollendung reift!
Wen Schicksalsschläge grausam trafen,
10 den tröste des, was ihm geschehn;
wer neid- und haßerfüllt entschlafen,
den laß versöhnt den Morgen sehn!
So allem, dem gleich uns auf Erden
zuteil des Lebens schwankes Los,
15 laß deines Segens Tiefe werden,
gib Kraft aus deinem heiligen Schoß!
| Werkgruppe | Lyrik |
| Werkbereich | Ich und die Welt |
| Zyklus | Aus einer Liedergruppe Ein Sommerabend |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | O Friede! |
| Textanfang | O Friede, der nun alles |
| Zitiert aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 267, 268 |
| Kommentar aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 886 |
| Überlieferung | Einzelblatt, handschriftlich, im Nachlaß. |
| Datierung | – |
| Erstdruck | Ich und die Welt (1898) S. 107. Auf vielen Wegen (1911) S. 75 |
| Gemeinfrei | ja |
| Rezeptionen: künstlerisch | siehe Unterseite |
| Rezeptionen: wissenschaftlich | – |
| Rezeptionen: Buchausgaben | – |
| Rezeptionen: weiteres | – |
| Kommentar | – |
| Volltexterfassung | siehe Unterseite |
| ID | LYR-SA-01-05-0090 |