Der Wissende
Aus CMO
Wer einmal frei
vom großen Wahn
ins leere Aug
der Sphinx geblickt,
5 vergißt den Ernst
des Irdischen
aus Überernst
und lächelt nur.
Ein Spiel bedünkt
10 ihn nun die Welt,
ein Spiel er selbst
und all sein Tun.
Wohl läßt er’s nicht
und spielt es fort
15 und treibt es zart
und klug und kühn -
doch lüftet ihr
die Maske ihm:
er blickt euch an
20 und lächelt nur.
Wer einmal frei
vom großen Wahn
ins leere Aug
der Sphinx geblickt,
25 verachtet stumm
der Erde Weh,
der Erde Lust,
und lächelt nur.
| Werkgruppe | Lyrik |
| Werkbereich | Ich und die Welt |
| Zyklus | – |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | Der Wissende |
| Textanfang | Wer einmal frei vom großen Wahn |
| Zitiert aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 226, 227 |
| Kommentar aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 851 |
| Überlieferung | Einzelblatt, handschriftlich, im Archiv des Piper-Verlags. |
| Datierung | 11.5.1896 |
| Erstdruck | Ich und die Welt (1898) S. 36 |
| Gemeinfrei | ja |
| Rezeptionen: künstlerisch | – |
| Rezeptionen: wissenschaftlich | – |
| Rezeptionen: Buchausgaben | – |
| Rezeptionen: weiteres | – |
| Kommentar | – |
| Volltexterfassung | siehe Unterseite |
| ID | LYR-SA-01-05-0026 |