Frühling
Aus CMO
Wie ein Geliebter seines Mädchens Kopf,
den süßen Kopf mit seiner Welt von Glück,
in seine beiden armen Hände nimmt,
so faß ich deinen Frühlingskopf, Natur,
5 dein überschwenglich holdes Maienhaupt,
in meine armen, schlichten Menschenhände,
und, tief erregt, versink’ ich stumm in dich,
indes du lächelnd mir ins Auge schaust,
und stammle leis dir das Bekenntnis zu:
10 Vor so viel Schönheit schweigt mein tiefstes Lied.
| Werkgruppe | Lyrik |
| Werkbereich | Ich und die Welt |
| Zyklus | – |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | Frühling |
| Textanfang | Wie ein Geliebter seines Mädchens Kopf |
| Zitiert aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 213 |
| Kommentar aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 847 |
| Überlieferung | Visitenkarte CMs (unvollständiger Entwurf) und Einzelblatt, handschriftlich, im Nachlaß. |
| Datierung | Frühjahr 1894 |
| Erstdruck | Neue deutsche Rundschau 5 (1894) S. 604. Ich und die Welt (1898) S. 17 |
| Gemeinfrei | ja |
| Rezeptionen: künstlerisch | – |
| Rezeptionen: wissenschaftlich | – |
| Rezeptionen: Buchausgaben | – |
| Rezeptionen: weiteres | – |
| Kommentar | – |
| Volltexterfassung | siehe Unterseite |
| ID | LYR-SA-01-05-0008 |