Und da ich nun so frei oT: Unterschied zwischen den Versionen
UweS (Diskussion | Beiträge) Die Seite wurde neu angelegt: „<poem> Und da ich nun so frei wie nur ein Mensch, von Schönheit übervoll und hell an Geist, so weiß ich nicht, was ich nicht zwingen sollte in meiner Kunst gefügig Alphabet. {{Zeile|5}} Frei, frei! du schönstes Wort der neuen Welt, Paß aller Unersättlichen und Glück! Wer ermaß schon deinen Wert? Höher, heitrer wölbst du des Helden Stirn, stolzer stößt ihm das Herz, {{Zeile|10}} wuchtiger wirken die Lungen ihm, und seine Schritte tragen geflü…“ |
UweS (Diskussion | Beiträge) Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 4: | Zeile 4: | ||
so weiß ich nicht, was ich nicht zwingen sollte | so weiß ich nicht, was ich nicht zwingen sollte | ||
in meiner Kunst gefügig Alphabet. | in meiner Kunst gefügig Alphabet. | ||
{{Zeile|5}} Frei, frei! du schönstes Wort der neuen Welt, | {{Zeile|5}} Frei, {{Gesperrt|frei}}! du schönstes Wort der neuen Welt, | ||
Paß aller Unersättlichen und Glück! | Paß aller Unersättlichen und Glück! | ||
Wer ermaß schon deinen Wert? | Wer ermaß schon deinen Wert? | ||
| Zeile 18: | Zeile 18: | ||
seiner Hand -: | seiner Hand -: | ||
Mein ist er, war er von je! | Mein ist er, war er von je! | ||
Ich gab ihn dir, | {{Gesperrt|Ich}} gab ihn dir, | ||
{{Zeile|20}} ihm dich, | {{Zeile|20}} ihm dich, | ||
dich mir!... | dich mir!... | ||
Aktuelle Version vom 13. April 2026, 13:38 Uhr
Und da ich nun so frei wie nur ein Mensch,
von Schönheit übervoll und hell an Geist,
so weiß ich nicht, was ich nicht zwingen sollte
in meiner Kunst gefügig Alphabet.
5 Frei, frei! du schönstes Wort der neuen Welt,
Paß aller Unersättlichen und Glück!
Wer ermaß schon deinen Wert?
Höher, heitrer wölbst du des Helden Stirn,
stolzer stößt ihm das Herz,
10 wuchtiger wirken die Lungen ihm,
und seine Schritte
tragen geflügelt ihn über die Erde.
Keines Gottes rächender Blitz
schreckt,
15 wer selber von Flammen ein Schoß.
Lächelnd löst er den Blitz
seiner Hand -:
Mein ist er, war er von je!
Ich gab ihn dir,
20 ihm dich,
dich mir!...
Frei! ruf ich, frei!...
Und sieh, kein Echo wirft den Ruf zurück -
ins Grenzenlose warf ich ihn.
25 Fliege, mein Adler, schieße, mein Stern!
Und erst die Stunde, die mein Auge bricht,
wird dich den Kopf zerschelln und enden sehn -
am Echoschild des Tods.
| Werkgruppe | Lyrik |
| Werkbereich | Ich und die Welt |
| Zyklus | Ein fünfzehnter Oktober. Vier Abendstimmungen am (53.) Geburtstag Friedrich Nietzsches |
| Zyklusnummer | IV |
| Titel | – |
| Textanfang | Und da ich nun so frei |
| Zitiert aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 253 |
| Kommentar aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 862 |
| Überlieferung | – |
| Datierung | 15.10.1896 |
| Erstdruck | Ich und die Welt (1898) S. 76, 81 |
| Gemeinfrei | ja |
| Rezeptionen: künstlerisch | – |
| Rezeptionen: wissenschaftlich | – |
| Rezeptionen: Buchausgaben | – |
| Rezeptionen: weiteres | – |
| Kommentar | – |
| Volltexterfassung | siehe Unterseite |
| ID | LYR-SA-01-05-0065 |