An denselben

Aus CMO

"Nur eines laß den Scheidenden dich bitten:
Tu ohne Reue, was du immer tust!
Ich will, daß du des Nachts in Frieden ruhst -
sonst haben beide wir umsonst gelitten.

5 War’s not, daß du das Tafeltuch zerschnitten,
ist Bruch mit mir, darauf dein Leben fußt -
verwirr dich nicht in Gramgedankenwust!
Was du erstrittst, hab reuelos erstritten!

Genieße deines Wollens Frucht in Kraft,
10 verhüll gleich mir des Einst verschlungne Tage:
Daß jeder so, gesund in Schaft und Saft,
ein starker, grader Stamm gen Himmel rage.
Vernichten hieß dich deine Leidenschaft:
So schreit in Schönheit, ohne Reu und Klage!"


Lyrik | Ich und die Welt
Widmung (Ich und die Welt) | Vorwort (Ich und die Welt) | Motto (Ich und die Welt) | Jünglings Absage | Caritas, caritatum caritas | O - raison d'esclave | Gebt mir ein Roß... | Frühling | Das Königskind | Leise Lieder... | Frohsinn und Jubel... | Was rufst du... | Nun hast auch du... | Winternacht | Ein Wunsch | Als ich einen Lampenschirm mit künstlichen Rosen zum Geschenk erhielt | Entwickelungs-Schmerzen | Schicksals-Spruch | Frage ohne Antwort | Wohin? | Inmitten der großen Stadt | Am Meer | Vaterländische Ode | Der einsame Christus | Der Blick | Der Wissende | Das Auge Gottes |

Stimmungen vor Werken Michelangelos: Der Abend | Ein Sklave |
Frühlingsregen | Abend am See | So möcht ich sterben...
Schicksale der Liebe: I Ich stand, ein Berg oT | II Wir sind zwei Rosen oT
Casta regina! | Prometheus | Hymnus des Hasses | Wenn du nur wolltest | Der Spieler | Im Eilzug | An Friedrich Nietzsche | Odi profanum... | An Sirmio | Auf der Piazza Benacense | Fliegendes Blatt | Übermut | Bahn frei! | Per exemplum | Ἄσβεστος γέλως | Botschaft des Kaisers Julian an sein Volk | Auf mich selber
Übern Schreibtisch: I Bau dich nur an in deiner Welt oT | II Willst du fest und fördernd leben oT
Vor alle meine Gedichte | Wir Lyriker | Pöblesse obligée | Einigen Kritikern | Kriegerspruch
Herbst: Hörst du die Bäume im Windstoß zischen oT | II Ihr Götter der Frühe oT | III Der graue Herbst oT
Ein fünfzehnter Oktober Vier Abendstimmungen am (53.) Geburtstag Friedrich Nietzsches: I Urplötzlich - durch Vorhangspalten oT | II Was wollt ihr doch oT | III Wahrt euer Mitleid für euch oT | IV Und da ich nun so frei oT
Und so hebe dich denn... | Die Kinder des Glücks | Gefühl | Bei einer Sonate Beethovens | Vor die vier Sätze einer Symphonie | Kinderliebe |
"Aber die Dichter lügen zu viel": Der Dichter muß oT | Habe Lust oT |
Glück | Macht-Rausch | Präludium | Wo bist du... | Gleich einer versunkenen Melodie... |
Gesellschaft: I Aus der Gesellschaft | II Jene schmerzlichen Stimmungen |
Lieder! | Ewige Frühlingsbotschaft | An Mutter Erde |
Aus einer Liedergruppe Ein Sommerabend: Feierabend | Volkslied | Geheime Verabredung | Erntelied | Der Abend | Nachtwächterspruch | O Friede!
Erden-Wünsche | Eins und alles | Ob sie mir je Erfüllung wird... | Künstler-Ideal | An meine Seele | Mondstimmung | An die Wolken | Vor Strindbergs "Inferno" | Ne quid nimis! | Quos ego! | Natura abundans | Du trüber Tag... | Konzert am Meer | Der freie Geist | Nur wer... | Die Luft ward rein... | Aus Religion | Ja trutze nur... | Morgenstimmung | Weiße Tauben | Allein im Gebirg | Abendpromenade | Görlitzer Brief | An die Moral-Liberalen | An N. | An ** | An denselben | Lebensluft | Stilles Reifen | Mensch Enkel | Abendläuten | Oh zittre mir nicht so... |
Lebens-Sprüche: Mag noch so viel | In allem pulsieren |
Was mir so viel vom Tage stiehlt... | Wohl kreist verdunkelt oft der Ball... | Singende Flammen | Moor | Nächtliche Bahnfahrt im Winter | Dunkle Gäste | Begegnung | Dunst | Ohne Geige | Venus Aschthoreth | Reine Freude | An die Messias-Süchtigen | Ersehnte Verwandlung
Mitmenschen: Das sind die mitleidlosen Steine oT | Und bricht einmal dein volles Herz oT | Daß er so wenig weiß und kann oT
Die russische Truhe | Vorfrühling | Thalatta! | Zum II. Satz (Andante con moto) von Beethovens Appassionata | Eine junge Witwe singt vor sich hin | Mir kommt ein altes Bergmannslied zu Sinn | Du dunkler Frühlingsgarten...
Zur Textgestalt der Stuttgarter Ausgabe | Auf vielen Wegen - Ich und die Welt - Eine Einführung


Werkgruppe Lyrik
Werkbereich Ich und die Welt
Zyklus
Zyklusnummer
Titel An denselben
Textanfang Nur eines laß den Scheidenden
Zitiert aus 284, 285
Kommentar aus 872
Überlieferung
Datierung spätestens 1898; hilfsweise eingeordnet ab 1887
Erstdruck Ich und die Welt (1898) S. 136.
Gemeinfrei ja
Rezeptionen: künstlerisch
Rezeptionen: wissenschaftlich
Rezeptionen: Buchausgaben
Rezeptionen: weiteres
Kommentar
Volltexterfassung siehe Unterseite
ID LYR-SA-01-05-0117