Kinderliebe: Unterschied zwischen den Versionen
Aus CMO
UweS (Diskussion | Beiträge) Die Seite wurde neu angelegt: „<poem> Nach Klostersitte floß dein wollen Kleid in grauer Strenge faltenlos zum Fuß, doch drüber hin, gelöst und quellend reich, des sanftesten Marienkopfs Gelock. {{Zeile|5}} Braunaugen, wie von stiller Gluten Wehn erschimmernd, sich verschleiernd- strahlt ihr noch?... Ich war wohl acht, du dreizehn Jahre alt. Was war’s, das unsre Lippen jäh verband - ach eine selige Sekunde nur - {{Zeile|10}} wie erster unaussprechlich süßer Durst von Mann zu W…“ |
UweS (Diskussion | Beiträge) K Textersetzung - „\|\s*Erstdruck\s*=“ durch „| Druck =“ |
||
| (4 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 7: | Zeile 7: | ||
erschimmernd, sich verschleiernd- strahlt ihr noch?... | erschimmernd, sich verschleiernd- strahlt ihr noch?... | ||
Ich war wohl acht, du dreizehn Jahre alt. | Ich war wohl acht, du dreizehn Jahre alt. | ||
Was | Was war's, das unsre Lippen jäh verband - | ||
ach eine selige Sekunde nur - | ach eine selige Sekunde nur - | ||
{{Zeile|10}} wie erster unaussprechlich süßer Durst | {{Zeile|10}} wie erster unaussprechlich süßer Durst | ||
| Zeile 21: | Zeile 21: | ||
{{ÜbersichtLYR|Ich und die Welt}} | {{ÜbersichtLYR|Ich und die Welt}} | ||
{{InformationLYR | {{InformationLYR | ||
| Werkgruppe = Lyrik | | Werkgruppe = Lyrik | ||
| Zeile 38: | Zeile 37: | ||
| date_end = | | date_end = | ||
| unsicher = true | | unsicher = true | ||
| | | Druck = [[Ich und die Welt (1898)]] S. 88 | ||
| Gemeinfrei_seit = | | Gemeinfrei_seit = ja | ||
| Rezeptionen_künstlerisch = | | Rezeptionen_künstlerisch = | ||
| Rezeptionen_wissenschaftlich = | | Rezeptionen_wissenschaftlich = | ||
| Zeile 48: | Zeile 47: | ||
}} | }} | ||
[[Kategorie: | [[Kategorie:Lyrik]] | ||
Aktuelle Version vom 19. September 2026, 23:55 Uhr
Nach Klostersitte floß dein wollen Kleid
in grauer Strenge faltenlos zum Fuß,
doch drüber hin, gelöst und quellend reich,
des sanftesten Marienkopfs Gelock.
5 Braunaugen, wie von stiller Gluten Wehn
erschimmernd, sich verschleiernd- strahlt ihr noch?...
Ich war wohl acht, du dreizehn Jahre alt.
Was war's, das unsre Lippen jäh verband -
ach eine selige Sekunde nur -
10 wie erster unaussprechlich süßer Durst
von Mann zu Weib - in weltvergeßnem Kuß -
dem schönsten Kusse, den ich je geküßt..?..
Wo weilst du, Liebe, - nun wohl Mutter längst,
doch ewig junge Beatrice mir -?
15 Gemahnt auch dich noch Hauch versunkner Zeit -
und gabst auch Du dein Herz nie süßer hin?
| Werkgruppe | Lyrik |
| Werkbereich | Ich und die Welt |
| Zyklus | – |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | Kinderliebe |
| Textanfang | Nach Klostersitte floß dein wollen Kleid |
| Zitiert aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 257 |
| Kommentar aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 863 |
| Überlieferung | – |
| Datierung | – |
| Druck | Ich und die Welt (1898) S. 88 |
| Gemeinfrei | ja |
| Volltexterfassung | siehe Unterseite |
| ID | LYR-SA-01-05-0071 |