Mir gegenüber oT
Aus CMO
Mir gegenüber
unter dem Dach
sitzt ein Weib
am geduckten Fenster
5und näht.
Früh
in das steigende Licht,
spät
in die fallende Nacht.
10Manchmal
blickt es vom Schoße auf
und verloren hinaus
auf die Dächer...
auf die Wolken...
15in die Unendlichkeit...
Ich kann
sein Auge nicht sehn.
Aber ich fühle den Blick.
Er ist stumpf
20wie der eines Tiers.
Grauen ergreift mich
vor ihm.
| Werkgruppe | Lyrik |
| Werkbereich | Nachlese zu Ich und die Welt |
| Zyklus | Der Blick |
| Zyklusnummer | I |
| Titel | – |
| Textanfang | Mir gegenüber |
| Zitiert aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 308 |
| Kommentar aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 883 |
| Überlieferung | Einzelblatt, handschriftlich, im Nachlaß. |
| Datierung | undatiert; hilfsweise eingeordnet zw. 1887 und 1900 |
| Erstdruck | – |
| Gemeinfrei | ja |
| Rezeptionen: künstlerisch | – |
| Rezeptionen: wissenschaftlich | – |
| Rezeptionen: Buchausgaben | – |
| Rezeptionen: weiteres | – |
| Kommentar | – |
| Volltexterfassung | siehe Unterseite |
| ID | LYR-SA-01-06-0023 |