Per exemplum
Aus CMO
Ich wollt, ich wäre Gott;
denn Mensch sein
heißt Prahler sein.
In Gedanken
5 mit Sternen spielen -
Spiel für Dichter
und Wäscherinnen.
Aber wär ich Gott...
ich griffe mir
10 per exemplum
ein violettbestrumpftes,
schnupftabaktalariges,
zölibatbettiges
Pfäfflein
15 von irgendeinem
bigotten Planeten,
macht’ es so groß
wie mich selber
und hängt’ ihm dann
20 das ganze Sternali
als Rosenkranz
über die Hand -
es abzubeten.
"Hurtig, hurtig!
25 Dein Lohn ist
die ewige Seligkeit!"
""Aber Herr, Herr...""
"Nichts da! Gebetet!"
Ach! daß ich Mensch bin, -
30 ein Murmeltier,
auf den Alpen
passiver Begriffe.
| Werkgruppe | Lyrik |
| Werkbereich | Ich und die Welt |
| Zyklus | – |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | Per exemplum |
| Textanfang | Ich wollt, ich wäre Gott |
| Zitiert aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 244 |
| Kommentar aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 858, 859 |
| Überlieferung | – |
| Datierung | – |
| Erstdruck | Ich und die Welt (1898) S. 63f. |
| Gemeinfrei | ja |
| Rezeptionen: künstlerisch | – |
| Rezeptionen: wissenschaftlich | – |
| Rezeptionen: Buchausgaben | – |
| Rezeptionen: weiteres | – |
| Kommentar | – |
| Volltexterfassung | siehe Unterseite |
| ID | LYR-SA-01-05-0048 |