An Mutter Erde
Aus CMO
Sie wolln mich umgarnen,
sie wollen mich fortreißen -
aber ich werfe mich
an deine heilige Brust,
5 Mutter Erde...
Mit weiten Händen
greif ich in deine Schollen,
mit tiefen Zügen
schlürf ich den herben Duft
10 deiner Kräuter...
Nein, Du
verlässest mich nicht,
du nährst mich,
du stärkst mich.
15 daß die bösen Geister
mich lassen müssen,
und ich hoch und heiter
wieder des Weges wandere,
den ich mir kor.
20 Dafür will ich dich auch
ohn End, ohn Ende
lieben und preisen...
Und wenn du mich einst
vom Strahl der Sonne
25 zurückheischst,
dann will ich
mein Haupt still
in deinen Schoß betten...
Und du wirst
30 meinen Schlummer behüten
von Ewigkeit
zu Ewigkeit.
| Werkgruppe | Lyrik |
| Werkbereich | Ich und die Welt |
| Zyklus | – |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | An Mutter Erde |
| Textanfang | Sie wolln mich umgarnen |
| Zitiert aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 263, 264 |
| Kommentar aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 866 |
| Überlieferung | – |
| Datierung | – |
| Erstdruck | Ich und die Welt (1898) S. 99 |
| Gemeinfrei | ja |
| Rezeptionen: künstlerisch | – |
| Rezeptionen: wissenschaftlich | – |
| Rezeptionen: Buchausgaben | – |
| Rezeptionen: weiteres | – |
| Kommentar | – |
| Volltexterfassung | siehe Unterseite |
| ID | LYR-SA-01-05-0083 |