Caritas, caritatum caritas

Aus CMO

An seinem Grabe rief des Priesters Mund:
"Ob unbewußt, er war doch Kirchenchrist!
O glaubt es, des Allmächtigen Bildnis ist
verschwunden nie aus seiner Seele Grund!"

5 Wohl mancher biß sich da die Lippe wund,
ersah er, wie voll heuchlerischer List
der Moloch Kirche noch die Toten frißt
in seinen gierigen, eifersüchtigen Schlund.

Und ob ein Held auch alle Kerker brach,
10 die je ihn diesem Ungetüm versklavt,
im Tode schleicht ihm seine "Liebe" nach

und spricht: "Die andern ruhn in meinem Bauch,
wie sollt ich dich als frei und ungestraft
verschonen?! Sei getrost, ich fress’ dich auch."


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Und so hebe dich denn... | Die Kinder des Glücks | Gefühl | Bei einer Sonate Beethovens
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Kinderliebe |
"Aber die Dichter lügen zu viel": Der Dichter muß oT | Habe Lust oT |
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Gesellschaft: I Aus der Gesellschaft | II Jene schmerzlichen Stimmungen |
Lieder! | Ewige Frühlingsbotschaft | An Mutter Erde |
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Zur Textgestalt der Stuttgarter Ausgabe | Auf vielen Wegen - Ich und die Welt - Eine Einführung


Werkgruppe Lyrik
Werkbereich Ich und die Welt
Zyklus
Zyklusnummer
Titel Caritas, caritatum caritas
Textanfang An seinem Grabe rief des Priesters Mund
Zitiert aus SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 211
Kommentar aus SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 846
Überlieferung
Datierung nach dem 12.2.1894
Erstdruck Die Gesellschaft 13 (1897) Bd. 1, S. 29. Ich und die Welt (1898) S. 14
Gemeinfrei ja
Rezeptionen: künstlerisch
Rezeptionen: wissenschaftlich
Rezeptionen: Buchausgaben
Rezeptionen: weiteres
Kommentar
Volltexterfassung siehe Unterseite
ID LYR-SA-01-05-0005