Der Waldmensch liest in seinen Borken oT
Aus CMO
Der Waldmensch liest in seinen Borken,
die er vom Baum sich blätternd schält,
und wo die Welt sich ihm erzählt
vom Flaschenboden bis zum Korken.
5Da sieht er, wie sie tappt und torkt,
in Bildern tausendbunt zu wählen.
Da folgt er ihr nach Himmels-Sälen,
wie dorthin, wo es ewig orkt.
Das ganze göttliche Gesinde
10- vom Engel bis zum Beelzebub -
entpellt er langsam seiner Rinde,
die ihm der Wurm zur Fibel grub.
| Werkgruppe | Humoristische Lyrik |
| Werkbereich | Nachlese zur Galgenpoesie - Galgenlieder nebst anderem |
| Zyklus | – |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | – |
| Textanfang | Der Waldmensch liest in seinen Borken |
| Zitiert aus | SA Band III Humoristische Lyrik, S. 225 |
| Kommentar aus | SA Band III Humoristische Lyrik, S. 755 |
| Überlieferung | T 1908-II, Bl. 5 |
| Datierung | Der SA-Kommentar schreibt: Das Gedicht ist wahrscheinlich Anfang September 1908 entstanden. |
| Druck | Goetheanum (Zeitschrift), 12 (1933) Nr. 15 |
| Gemeinfrei | ja |
| Volltext | siehe Unterseite |
| ID | HUM-SA-03-07-0115 |