Der Gingganz
Aus CMO
Ein Stiefel wandern und sein Knecht
von Knickebühl gen Entenbrecht.
Urplötzlich auf dem Felde drauß
begehrt der Stiefel: Zieh mich aus!
5Der Knecht drauf: Es ist nicht an dem;
doch sagt mir, lieber Herre, - : wem?
Dem Stiefel gibt es einen Ruck:
Fürwahr, beim heiligen Nepomuk,
ich ging ganz in Gedanken hin...
10Du weißt, daß ich ein andrer bin,
seitdem ich meinen Herrn verlor...
Der Knecht wirft beide Arm’ empor,
als wollt’ er sagen: Laß doch, laß!
Und weiter zieht das Paar fürbaß.
| Werkgruppe | Humoristische Lyrik |
| Werkbereich | Galgenlieder nebst dem Gingganz |
| Zyklus | – |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | Der Gingganz |
| Textanfang | – |
| Zitiert aus | SA Band III Humoristische Lyrik, S. 56 |
| Kommentar | SA Band III Humoristische Lyrik, S. 622 |
| Überlieferung | – |
| Datierung | – |
| Erstdruck | Galgenlieder 1905 |
| Gemeinfrei | ja |
| Rezeptionen: künstlerisch | – |
| Rezeptionen: wissenschaftlich | – |
| Rezeptionen: Buchausgaben | – |
| Rezeptionen: weiteres | – |
| Volltexterfassung | siehe Unterseite |
| ID | LYR-SA-03-03-0029 |