Das Weiblein mit der Kunkel
Aus CMO
Um stille Stübel schleicht des Monds
barbarisches Gefunkel -
im Gäßchen hoch im Norden wohnt's,
das Weiblein mit der Kunkel.
5Es spinnt und spinnt. Was spinnt es wohl?
Es spinnt und spintisieret...
Es trägt ein weißes Kamisol,
das seinen Körper zieret.
Um stille Stübel schleicht des Monds
10barbarisches Gefunkel -
im Gäßchen hoch im Norden wohnt's,
das Weiblein mit der Kunkel.
| Werkgruppe | Humoristische Lyrik |
| Werkbereich | Galgenlieder nebst dem Gingganz |
| Zyklus | II |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | Das Weiblein mit der Kunkel |
| Textanfang | Um stille Stübel schleicht des Monds |
| Zitiert aus | SA Band III Humoristische Lyrik, S. 71 |
| Kommentar aus | SA Band III Humoristische Lyrik, S. 643 |
| Überlieferung | Allem Anschein nach befand sich das Gedicht ursprünglich in dem Hufeisen, das den Galgenbrüdern als Reliquienschrein diente. |
| Datierung | Der SA-Kommentar schreibt: möglicherweise in Sylt im Sommer 1895 entstanden |
| Druck | Galgenlieder (1905), S. 17 |
| Gemeinfrei | ja |
| Volltexterfassung | siehe Unterseite |
| ID | HUM-SA-03-03-0025 |