Scholastikerproblem I
Aus CMO
Wieviel Engel sitzen können
auf der Spitze einer Nadel -
wolle dem dein Denken gönnen,
Leser sonder Furcht und Tadel!
5"Alle!" wird's dein Hirn durchblitzen.
"Denn die Engel sind doch Geister!
Und ein ob auch noch so feister
Geist bedarf schier nichts zum Sitzen."
Ich hingegen stell den Satz auf:
10Keiner! - Denn die nie Erspähten
können einzig nehmen Platz auf
geistlichen Lokalitäten.
| Werkgruppe | Humoristische Lyrik |
| Werkbereich | Nachlese zur Galgenpoesie - Galgenlieder nebst anderem |
| Zyklus | – |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | Scholastikerproblem [I] |
| Textanfang | Wieviel Engel sitzen können |
| Zitiert aus | SA Band III Humoristische Lyrik, S. 216 |
| Kommentar aus | SA Band III Humoristische Lyrik, S. 747-748 |
| Überlieferung | T 1906, Bl. 92 und |
| Datierung | Der SA-Kommentar schreibt: Die beiden ersten Fassungen des Gedichts sind vermutlich im Februar 1906 entstanden, die dritte, endgültige Fassung in der zweiten Augusthälfte 1907. |
| Druck | Westermanns Monatshefte (Zeitschrift) (März 1911) Bd. 110 I, H. 655, S. 10 |
| Gemeinfrei | ja |
| Volltext | siehe Unterseite |
| ID | HUM-SA-03-07-0100 |