Die Kinder des Glücks
Sorglosen Lächelns
die Lippen geschürzt,
fröhlich die blühenden
Wangen gerötet,
5 tanzen wir Kinder des Glücks
unsre sonnigen Pfade dahin.
Rosenkränze
und schimmernde Bälle
werfen wir uns
10 und den Fremdlingen zu.
Wer uns begegnet,
dem huscht es wie Gold
über das sinnende
Antlitz.
15 Auf weichen Armen
trägt uns das Weib,
süß von Küssen
duftet die Luft.
Unser Wort
20 ist Gesang
und Gesang
unsre Antwort.
Fallen uns Feinde an,
schütten wir lachend
25 klingende Blitze
über sie aus.
Aber dem Urfeind
kommen am liebsten wir
raschen Entschlusses
30 selber zuvor.
Wir sind der Welt
unschuldigster Sinn,
wir sind die Erntenden
mühsamer Saaten.
35 Sorglosen Lächelns
die Lippen geschürzt,
fröhlich die blühenden
Wangen gerötet,
tanzen wir Kinder des Glücks
40 unsre sonnigen Pfade dahin.
| Werkgruppe | Lyrik |
| Werkbereich | Ich und die Welt |
| Zyklus | – |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | Die Kinder des Glücks |
| Textanfang | Sorglosen Lächelns die Lippen geschürzt |
| Zitiert aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 254, 255 |
| Kommentar aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 862, 863 |
| Überlieferung | – |
| Datierung | – |
| Erstdruck | Ich und die Welt (1898) S. 83 |
| Gemeinfrei | ja |
| Rezeptionen: künstlerisch | – |
| Rezeptionen: wissenschaftlich | – |
| Rezeptionen: Buchausgaben | – |
| Rezeptionen: weiteres | – |
| Kommentar | – |
| Volltexterfassung | siehe Unterseite |
| ID | LYR-SA-01-05-0067 |