Sehnsucht
Aus CMO
Dort unten tief im Dämmer-Grunde,
wo nun so wach die Wasser gehn,
und hier verstreut und da im Bunde
die mondumwobnen Villen stehn,
5 dort hast du nun mit all den andern
zur sanften Ruhe dich gelegt,
indes dem Freund allein im Wandern
das Blut sich minder ruhlos regt...
Schlaf’ süß in deinem Silbertale,
10 mein Dunkelauge, Rätselkind,
gegrüßt von jedem reinen Strahle,
der selig in die Tiefe rinnt!
Schlaf’ süß! und sieh den Freund im Traume
sich nächtlicher Natur vertraun
15 und von des Bergwalds dunklem Saume
verzückt und schmerzlich niederschaun!
| Werkgruppe | Lyrik |
| Werkbereich | Auf vielen Wegen |
| Zyklus | – |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | Sehnsucht |
| Textanfang | Dort unten tief im Dämmer-Grunde |
| Zitiert aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 188 |
| Kommentar aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 835 |
| Überlieferung | – |
| Datierung | – |
| Erstdruck | Auf vielen Wegen (1897) S. 150. Auf vielen Wegen (1911) S. 77 |
| Gemeinfrei | ja |
| Rezeptionen: künstlerisch | – |
| Rezeptionen: wissenschaftlich | – |
| Rezeptionen: Buchausgaben | – |
| Rezeptionen: weiteres | – |
| Kommentar | – |
| Volltexterfassung | siehe Unterseite |
| ID | LYR-SA-01-03-0090 |