Das Häuschen an der Bahn
Aus CMO
Steht ein Häuschen an der Bahn,
hoch auf grünem Hügelplan.
Tag und Nacht, in schnellem Flug
braust vorüber Zug um Zug.
5 Jedesmal bei dem Gebraus
zittert leis das kleine Haus -:
"Wen verläßt, wen sucht auf
euer nimmermüder Lauf?"
"Oh nehmt mit, oh bestellt
10 Grüße an die weite Welt!"
Rauch, Gestampf, Geröll, Geschrill...
Alles wieder totenstill.
Tag und Nacht dröhnt das Gleis.
Einsam Häuschen zittert leis.
| Werkgruppe | Lyrik |
| Werkbereich | Auf vielen Wegen |
| Zyklus | Gedichte vermischten Inhalts |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | Das Häuschen an der Bahn |
| Textanfang | Steht ein Häuschen an der Bahn |
| Zitiert aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 150, 151 |
| Kommentar aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 825, 826 |
| Überlieferung | Einzelblatt, handschriftlich, im Nachlaß |
| Datierung | 27.1.1897 |
| Erstdruck | Auf vielen Wegen (1897) S.70 |
| Gemeinfrei | ja |
| Rezeptionen: künstlerisch | – |
| Rezeptionen: wissenschaftlich | – |
| Rezeptionen: Buchausgaben | – |
| Rezeptionen: weiteres | – |
| Kommentar | – |
| Volltexterfassung | siehe Unterseite |
| ID | LYR-SA-01-03-0038 |