Und ich sah, erstarrt oT
Aus CMO
Und ich sah, erstarrt, durch eine Hauswand …
Eines Kaufherrn Schlafgemach beschlichen
zwei geschwärzte Burschen. Auf den Schläfer
warf der eine sich, der andre feilte
5 an dem Schrank. Dem Ächzen seiner Säge
mischten grausig sich erstickte Laute.
Gold, Papiere, Ringe rissen gierig
ihre Finger aus den Fächern … Leise
rief es durch die Tür: Die Wache warnte.
10 Hastig raffte jeder noch das Nächste,
wusch sich flüchtig die befleckten Hände –
Dringend rief es noch einmal. Die Kerze
gloschte. Schwarz und lautlos lag das Zimmer.
| Werkgruppe | Lyrik |
| Werkbereich | Auf vielen Wegen |
| Zyklus | Eine Großstadt-Wanderung |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | – |
| Textanfang | Und ich sah, erstarrt, durch eine Hauswand … |
| Zitiert aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 140 |
| Kommentar aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 823 |
| Überlieferung | – |
| Datierung | – |
| Erstdruck | Auf vielen Wegen (1897), S. 47. |
| Gemeinfrei | ja |
| Rezeptionen: künstlerisch | – |
| Rezeptionen: wissenschaftlich | – |
| Rezeptionen: Buchausgaben | – |
| Rezeptionen: weiteres | – |
| Kommentar | – |
| Volltexterfassung | siehe Unterseite |
| ID | LYR-SA-01-03-0027 |