Vöglein Schwermut

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Ein schwarzes Vöglein fliegt über die Welt,
das singt so todestraurig...
Wer es hört, der hört nichts anderes mehr,
wer es hört, der tut sich ein Leides an,
5 der mag keine Sonne mehr schauen.

Allmitternacht, Allmitternacht
ruht es sich aus auf dem Finger des Tods.
Der streichelt’s leis und spricht ihm zu:
"Flieg, mein Vögelein! flieg, mein Vögelein!"
10 Und wieder fliegt’s flötend über die Welt.

Lyrik | Auf vielen Wegen
Meinem Freunde Friedrich Kayssler

Träume: Hirt Ahasver | Die Irrlichter | Mensch und Möwe | Der Schuß | Der gläserne Sarg | Der Stern | Der Besuch | Das Bild | Malererbe | Das Äpfelchen | Rosen im Zimmer | Kinderglaube
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Anmutiger Vertrag | Die beiden Nonnen | Am See | Auf dem Strome | Frage | Sehnsucht | Friede | Bestimmung
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Zur Textgestalt der Stuttgarter Ausgabe | Auf vielen Wegen - Ich und die Welt - Eine Einführung


Werkgruppe Lyrik
Werkbereich Auf vielen Wegen
Zyklus Vom Tagwerk des Todes
Zyklusnummer
Titel Vöglein Schwermut
Textanfang Ein schwarzes Vöglein fliegt über die Welt,
Zitiert aus SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 130
Kommentar aus SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 822
Überlieferung Einzelblatt, handschrift­lich, im Nachlaß
Datierung
Erstdruck Auf vielen Wegen 1897, S. 30
Gemeinfrei ja
Rezeptionen: künstlerisch
Rezeptionen: wissenschaftlich
Rezeptionen: Buchausgaben
Rezeptionen: weiteres
Kommentar
Volltexterfassung siehe Unterseite
ID LYR-SA-01-03-0015