Am Meer
Aus CMO
Wie ist dir nun,
meine Seele?
Von allen Märkten
des Lebens fern,
5 darfst du nun ganz
dein selbst genießen.
Keine Frage
von Menschenlippen
fordert Antwort.
10 Keine Rede
noch Gegenrede
macht dich gemein.
Nur mit Himmel und Erde
hältst du
15 einsame Zwiesprach.
Und am liebsten
befreist du
dein stilles Glück,
dein stilles Weh
20 in wortlosen Liedern.
Wie ist dir nun,
meine Seele?
Von allen Märkten
des Lebens fern,
25 darfst du nun ganz
dein selbst genießen.
| Werkgruppe | Lyrik |
| Werkbereich | Ich und die Welt |
| Zyklus | – |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | Am Meer |
| Textanfang | Wie ist dir nun |
| Zitiert aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 222, 223 |
| Kommentar aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 849, 850 |
| Überlieferung | Einzelblatt, handschriftlich, im Nachlaß, mit der Überschrift Das heilige Schweigen.
T 1895, Bl. 85, mit der Überschrift Das heilige Schweigen. |
| Datierung | Frühjahr/Sommer 1895 |
| Erstdruck | Ich und die Welt (1898) S. 32 |
| Gemeinfrei | ja |
| Rezeptionen: künstlerisch | – |
| Rezeptionen: wissenschaftlich | – |
| Rezeptionen: Buchausgaben | – |
| Rezeptionen: weiteres | – |
| Kommentar | – |
| Volltexterfassung | siehe Unterseite |
| ID | LYR-SA-01-05-0022 |