Friede
Aus CMO
Wie weich sich Form und Farbe binden
in Sommermittags glühem Hauch -:
Das Dorf im Schatten alter Linden;
ein rötlich Dach; ein Wölkchen Rauch;
5 der Bergbach, dessen heitre Eile
sich glitzernd durch die Wiese webt;
der Straße laubverhüllte Zeile,
die ahndevoll zur Ferne strebt;
und all dies gütig eingeschlossen
10 von hoher Felder Gold und Duft;
und alles flimmernd überflossen
von lerchenlauter Juliluft...
Ich schau’ des Herdrauchs fromme Kreise
zum hohen Blau erblassend ziehn, -
15 und meine Seele füllen leise
des Friedens süße Harmonien.
| Werkgruppe | Lyrik |
| Werkbereich | Auf vielen Wegen |
| Zyklus | – |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | Friede |
| Textanfang | Wie weich sich Form und Farbe binden |
| Zitiert aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 188-189 |
| Kommentar aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 835 |
| Überlieferung | Einzelblatt, handschriftlich, im Nachlaß, mit der Überschrift Umblick |
| Datierung | Undatiert |
| Erstdruck | Auf vielen Wegen (1897) S. 131, Auf vielen Wegen (1911) S. 78 |
| Gemeinfrei | ja |
| Rezeptionen: künstlerisch | – |
| Rezeptionen: wissenschaftlich | – |
| Rezeptionen: Buchausgaben | – |
| Rezeptionen: weiteres | – |
| Kommentar | – |
| Volltexterfassung | siehe Unterseite |
| ID | LYR-SA-01-03-0091 |