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* Brief Christian Morgensterns an Marie Goettling vom 21.08.1896, in: ''Briefe. Auswahl'' (1952), S. 80.
* Brief Christian Morgensterns an Marie Goettling vom 21.08.1896, in: ''Briefe. Auswahl'' (1952), S. 80.
* Bauer, Chr. M.: Studie zu Christian Morgenstern (1985), S. 110.
* Bauer, Chr. M.: Studie zu Christian Morgenstern (1985), S. 110.
''Nulla dies sine linea'': Kein Tag ohne (wenigstens) einen Strich, von Plinius dem Älteren (um 23-79) in seiner "Naturalis historia" dem griechischen Maler Apelles zugeschrieben.
Vgl. auch den obigen Brief Ms an Marie Goettling: CΜ hinderte die ständige Anwesenheit des Freundes für seine dichterische Produktion. Aber er hielt er sich daran, jeden Tag wenigstens ein Gedicht zu schreiben.




[[Kategorie:Gedicht]]
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Version vom 9. Februar 2026, 01:21 Uhr

Fusch-Leberbrünnl
(Herzogtum Salzburg)
                Nulla dies sine linea
Tagebuch-Fragment
10.- 22. August 1896


Lyrik | Auf vielen Wegen
Meinem Freunde Friedrich Kayssler

Träume: Hirt Ahasver | Die Irrlichter | Mensch und Möwe | Der Schuß | Der gläserne Sarg | Der Stern | Der Besuch | Das Bild | Malererbe | Das Äpfelchen | Rosen im Zimmer | Kinderglaube
Vom Tagwerk des Todes: Der Säemann | Vöglein Schwermut | Der Tod und das Kind | Der Tod und der Müde | Der Tod und der einsame Trinker | Der fremde Bauer | Der Tod in der Granate | Im Nebel | Am Ziel | Die Gedächtnistafel | Am Moor | Im Fieber
Eine Großstadt-Wanderung: Eine lange Gasse war mein Nachtweg oT | Und ich sah, erstarrt oT | Und ich ging die lange Gasse oT | Und mich zog die lange Gasse oT | Und ich floh die trübe Gasse oT | Und ich wanderte mechanisch oT | Und ich setzte meine Schritte oT
Vier Elementarphantasien: Meeresbrandung | Erdriese | Der Sturm | Die Flamme
Gedichte vermischten Inhalts: Kleine Geschichte | Das Häuschen an der Bahn | Amor der Zweite | Der zeitunglesende Faun | Goldfuchs, Schürz’ und Flasche | Die Brücke | Der Tag und die Nacht | Der Schlaf | Pflügerin Sorge | Legende | Die apokalyptischen Reiter | Parabel | Das Ende | Der Born | Der Urton | Der einsame Turm
Waldluft: Aufforderung | Krähen bei Sonnenaufgang | Das Häslein | Mittag-Stille | Der alte Steinbruch | Beim Mausbarbier | Elbenreigen | "Ur-Ur" | Geier Nord
Zwischenstück: Fusch-Leberbrünnl | Vor einem Gebirgsbach | Dunkel von schweigenden Bergen oT | Hinaus in Nebel und Regen oT | Spät von Goethe und andrem Wein oT | Morgen | Und doch! | Schwerer Nebel dunkle Lasten oT | Vor zurückgeschickten Versen | Schlechte Wittrung trägt sich gut oT | Möcht’ es wohl hier oben wagen oT | Abendliche Wolkenbildung | Wer doch den trüben Wahn oT | Abendbeleuchtung | "Dichter"? | Briefe | Vor einem Wasserfall | "Leberbrünnl"-Schlucht | Freundin Phanta hat unzweiflich oT | Natur spricht | Ich antworte | Nebel ums Haus | Zum Abschied, an F.-L.
Anmutiger Vertrag | Die beiden Nonnen | Am See | Auf dem Strome | Frage | Sehnsucht | Friede | Bestimmung
Neue Gedichte der 2. Auflage (1911): Bergziegen | Mattenrast | Nebel im Gebirge | Sommernacht im Hochwald | Der vergessene Donner
Zur Textgestalt der Stuttgarter Ausgabe | Auf vielen Wegen - Ich und die Welt - Eine Einführung


Werkgruppe Lyrik
Werkbereich Auf vielen Wegen
Zyklus Zwischenstück Fusch-Leberbrünnl
Zyklusnummer
Titel Fusch-Leberbrünnl
Textanfang Nulla dies sine linea
Zitiert aus SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 179
Kommentar aus SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 832
Überlieferung
Datierung 10. August 1896
Erstdruck Auf vielen Wegen (1897) S. 116
Gemeinfrei ja
Rezeptionen: künstlerisch
Rezeptionen: wissenschaftlich
Rezeptionen: Buchausgaben
Rezeptionen: weiteres
Kommentar
Volltexterfassung siehe Unterseite
ID LYR-SA-01-03-0062



Kommentar

  • Der Gedichtkreis entstand im Zusammenhang mit einer Alpenreise Christian Morgensterns, die er gemeinsam mit seinem Schulfreund Paul Körner unternahm.
  • Die Reise führte zunächst über Salzburg ins Salzkammergut (Nähe St. Wolfgang–Fusch) und anschließend weiter zum Gardasee.
  • Morgenstern und Körner waren in einem einfachen, günstigen und abgeschiedenen Bauernhaus untergebracht, das zwar Ruhe bot, durch gutes Wetter jedoch häufige, mäßig anstrengende Touren begünstigte.
  • Diese Umstände führten dazu, dass Morgenstern weniger zum Schreiben kam als ursprünglich geplant.
  • Ein Brief an Marie Goettling vom 21. August 1896 belegt die Reiseumstände und beschreibt die eingeschränkten Arbeitsmöglichkeiten.
  • Während der Reise las Morgenstern intensiv Goethe, insbesondere den West-östlichen Divan.
  • Der Einfluss Goethes ist im Ton der Gedichte dieses Zyklus deutlich erkennbar; explizite Bezüge finden sich in den Gedichten Spät von Goethe und andrem Wein und Wer doch den trüben Wahn erfunden.
  • Die Gedichte gehören zu einem Tagebuch-Fragment und sind im Text datiert.
  • Die Abkürzung „d.“ kennzeichnet Gedichte, die am selben Tag wie das jeweils vorhergehende entstanden sind.
Quellen
  • Brief Christian Morgensterns an Marie Goettling vom 21.08.1896, in: Briefe. Auswahl (1952), S. 80.
  • Bauer, Chr. M.: Studie zu Christian Morgenstern (1985), S. 110.

Nulla dies sine linea: Kein Tag ohne (wenigstens) einen Strich, von Plinius dem Älteren (um 23-79) in seiner "Naturalis historia" dem griechischen Maler Apelles zugeschrieben.

Vgl. auch den obigen Brief Ms an Marie Goettling: CΜ hinderte die ständige Anwesenheit des Freundes für seine dichterische Produktion. Aber er hielt er sich daran, jeden Tag wenigstens ein Gedicht zu schreiben.