Fusch-Leberbrünnl: Unterschied zwischen den Versionen
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* Der Gedichtkreis entstand im Zusammenhang mit einer Alpenreise Christian Morgensterns, die er gemeinsam mit seinem Schulfreund Paul Körner unternahm. | |||
* Die Reise führte zunächst über Salzburg ins Salzkammergut (Nähe St. Wolfgang–Fusch) und anschließend weiter zum Gardasee. | |||
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* Diese Umstände führten dazu, dass Morgenstern weniger zum Schreiben kam als ursprünglich geplant. | |||
* Ein Brief an Marie Goettling vom 21. August 1896 belegt die Reiseumstände und beschreibt die eingeschränkten Arbeitsmöglichkeiten. | |||
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* Die Gedichte gehören zu einem Tagebuch-Fragment und sind im Text datiert. | |||
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;Quellen | |||
* Brief Christian Morgensterns an Marie Goettling vom 21.08.1896, in: ''Briefe. Auswahl'' (1952), S. 80. | |||
* Bauer, Chr. M.: Studie zu Christian Morgenstern (1985), S. 110. | |||
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Version vom 9. Februar 2026, 01:16 Uhr
Fusch-Leberbrünnl
(Herzogtum Salzburg)
Nulla dies sine linea
Tagebuch-Fragment
10.- 22. August 1896
| Werkgruppe | Lyrik |
| Werkbereich | Auf vielen Wegen |
| Zyklus | Zwischenstück Fusch-Leberbrünnl |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | Fusch-Leberbrünnl |
| Textanfang | Nulla dies sine linea |
| Zitiert aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 179 |
| Kommentar aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 832 |
| Überlieferung | – |
| Datierung | 10. August 1896 |
| Erstdruck | Auf vielen Wegen (1897) S. 116 |
| Gemeinfrei | ja |
| Rezeptionen: künstlerisch | – |
| Rezeptionen: wissenschaftlich | – |
| Rezeptionen: Buchausgaben | – |
| Rezeptionen: weiteres | – |
| Kommentar | – |
| Volltexterfassung | siehe Unterseite |
| ID | LYR-SA-01-03-0062 |
Kommentar
- Der Gedichtkreis entstand im Zusammenhang mit einer Alpenreise Christian Morgensterns, die er gemeinsam mit seinem Schulfreund Paul Körner unternahm.
- Die Reise führte zunächst über Salzburg ins Salzkammergut (Nähe St. Wolfgang–Fusch) und anschließend weiter zum Gardasee.
- Morgenstern und Körner waren in einem einfachen, günstigen und abgeschiedenen Bauernhaus untergebracht, das zwar Ruhe bot, durch gutes Wetter jedoch häufige, mäßig anstrengende Touren begünstigte.
- Diese Umstände führten dazu, dass Morgenstern weniger zum Schreiben kam als ursprünglich geplant.
- Ein Brief an Marie Goettling vom 21. August 1896 belegt die Reiseumstände und beschreibt die eingeschränkten Arbeitsmöglichkeiten.
- Während der Reise las Morgenstern intensiv Goethe, insbesondere den West-östlichen Divan.
- Der Einfluss Goethes ist im Ton der Gedichte dieses Zyklus deutlich erkennbar; explizite Bezüge finden sich in den Gedichten Spät von Goethe und andrem Wein und Wer doch den trüben Wahn erfunden.
- Die Gedichte gehören zu einem Tagebuch-Fragment und sind im Text datiert.
- Die Abkürzung „d.“ kennzeichnet Gedichte, die am selben Tag wie das jeweils vorhergehende entstanden sind.
- Quellen
- Brief Christian Morgensterns an Marie Goettling vom 21.08.1896, in: Briefe. Auswahl (1952), S. 80.
- Bauer, Chr. M.: Studie zu Christian Morgenstern (1985), S. 110.