Elbenreigen: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 6. April 2026, 01:25 Uhr

Auf der Wiese webt und schwebt
Elbenringelreigen;
seiner Füßchen Schnee sich hebt
zu geheimen Geigen.

5 Schleier schlingen sich im Ring,
Silberflechten flimmern.
Flügel wie von Schmetterlingen
scheu im Monde schimmern.

Jedes Köpfchen krönt ein Kranz
10 goldner Leuchtlaternchen,
wunderwirr verstrickt der Tanz
all die tausend Sternchen.

Busen wogen, Wangen glühn
bräutliches Begehren -:
15 Wird der Rechte heut sich mühn,
werden sie nicht wehren.

Lüstern läuft ein lauer Wind
übers Taugelände...
Plötzlich hebt ein Elbenkind
20 warnend beide Hände:

'Horcht! Was kommt da übern Berg
durch den Wald gegangen?'
"Hei, die Zwerge, dummen Zwerge
wolln uns fangen, fangen!"

25 "'Husch hinaus! und auf den Strom!'"...
Oh ihr Trotzeköpfchen!
Durch die Bäume lugt ein Gnom -
schüttelt trüb sein Schöpfchen.


Lyrik | Auf vielen Wegen
Meinem Freunde Friedrich Kayssler

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Neue Gedichte der 2. Auflage (1911): Bergziegen | Mattenrast | Nebel im Gebirge | Sommernacht im Hochwald | Der vergessene Donner
Zur Textgestalt der Stuttgarter Ausgabe | Auf vielen Wegen - Ich und die Welt - Eine Einführung


Werkgruppe Lyrik
Werkbereich Auf vielen Wegen
Zyklus Waldluft
Zyklusnummer
Titel Elbenreigen
Textanfang Auf der Wiese webt und schwebt
Zitiert aus SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 175, 176
Kommentar aus SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 831
Überlieferung Zwei Einzelblätter, handschriftlich, im Nachlaß.
Datierung Undatiert
Erstdruck Auf vielen Wegen (1897) S. 110f.
Gemeinfrei ja
Rezeptionen: künstlerisch
Rezeptionen: wissenschaftlich
Rezeptionen: Buchausgaben
Rezeptionen: weiteres
Kommentar
Volltexterfassung siehe Unterseite
ID LYR-SA-01-03-0059