Das Häslein: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 9. Februar 2026, 00:04 Uhr
Unterm Schirme, tief im Tann,
hab ich heut gelegen,
durch die schweren Zweige rann
reicher Sommerregen.
5 Plötzlich rauscht das nasse Gras -
stille! nicht gemuckt! -:
Mir zur Seite duckt
sich ein junger Has...
Dummes Häschen,
10 bist du blind?
Hat dein Näschen
keinen Wind?
Doch das Häschen, unbewegt,
nutzt, was ihm beschieden,
15 Ohren, weit zurückgelegt,
Miene, schlau zufrieden.
Ohne Atem lieg ich fast,
laß die Mücken sitzen;
still besieht mein kleiner Gast
20 meine Stiefelspitzen...
Um uns beide - tropf- tropf- tropf -
traut eintönig Rauschen...
Auf dem Schirmdach - klopf - klopf - klopf...
Und wir lauschen... lauschen...
25 Wunderwürzig kommt ein Duft
durch den Wald geflogen;
Häschen schnubbert in die Luft,
fühlt sich fortgezogen;
schiebt gemächlich seitwärts, macht
30 Männchen aller Ecken...
Herzlich hab ich aufgelacht-:
Ei der wilde Schrecken!
| Werkgruppe | Lyrik |
| Werkbereich | Auf vielen Wegen |
| Zyklus | Waldluft |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | Das Häslein |
| Textanfang | Unterm Schirme, tief im Tann |
| Zitiert aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 170, 171 |
| Kommentar aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 830, 831 |
| Überlieferung | – |
| Datierung | – |
| Erstdruck | Auf vielen Wegen (1897) S. 102f. Auf vielen Wegen (1911) S. 51 |
| Gemeinfrei | ja |
| Rezeptionen: künstlerisch | – |
| Rezeptionen: wissenschaftlich | – |
| Rezeptionen: Buchausgaben | – |
| Rezeptionen: weiteres | – |
| Kommentar | – |
| Volltexterfassung | siehe Unterseite |
| ID | LYR-SA-01-03-0055 |