Odi profanum...

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Flieh um so tiefer in dich selbst zurück,
als du dich keinem recht enträtseln kannst...
Verhäng die Fenster deiner Seele
mit dichtgeknüpften Alltagsphrasen!

5 Mit dummem Lächeln stehn sie um dich her
und rühren hier und tasten dort dich an -
Gib acht! Bedroht sind deine Schätze
von tempelschänderischen Fingern.

Verbirg dich im Gewölb des Frühgewölks
10 und in des Abends langem Schattenwurf,
am liebsten aber in der Nächte
hochherrlich ausgespannten Zelten.

Dort wanderst du allein mit deinem Schmerz
und schmückst die Erde ungestraft mit Lust,
15 aus deines Geistes grünen Körben
ein unerschöpflicher Verschwender.


Lyrik | Ich und die Welt
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Zur Textgestalt der Stuttgarter Ausgabe | Auf vielen Wegen - Ich und die Welt - Eine Einführung


Werkgruppe Lyrik
Werkbereich Ich und die Welt
Zyklus
Zyklusnummer
Titel Odi profanum...
Textanfang Flieh um so tiefer in dich selbst
Zitiert aus SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 240
Kommentar aus SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 857
Überlieferung
Datierung 10.-22. August 1896
Erstdruck Wiener Rundschau 1 (1897) S. 67. Ich und die Welt (1898) S. 55. Auf vielen Wegen (1911) S. 15.
Gemeinfrei ja
Rezeptionen: künstlerisch
Rezeptionen: wissenschaftlich
Rezeptionen: Buchausgaben
Rezeptionen: weiteres
Kommentar
Volltexterfassung siehe Unterseite
ID LYR-SA-01-05-0042