Des Galgenbruders Gebet und Erhörung
Aus CMO
(Ein Nachtlied, im Jenseits vorzusingen)
Die Mond-Uhr wies auf halber Ilf,
da rief ich laut: Gott hilf, Gott hilf!
Wie singt im nahen Röhricht
die Unke gar so töricht!
5U u, u u, u u, u u -
So geht es immer und immerzu!
Ich kann solch lautes Grübeln
der Kröte nur verübeln.
So schweig doch still, verruchtes Maul!
10Sonst freß dich gleich der Silbergaul!
Er frißt dich auf wie Hafer -
drum werde stiller, braver!...
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Die Mond-Uhr wies dreiviertel Ilf,
verweht war mein: Gott hilf, Gott hilf! -
15Im nahen Röhricht aber
erschien der Silbertraber.
| Werkgruppe | Humoristische Lyrik |
| Werkbereich | Nachlese zur Galgenpoesie - Galgenlieder nebst anderem |
| Zyklus | – |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | Des Galgenbruders Gebet und Erhörung |
| Textanfang | Die Mond-Uhr wies auf halber Ilf |
| Zitiert aus | SA Band III Humoristische Lyrik, S. 157 |
| Kommentar aus | SA Band III Humoristische Lyrik, S. 710 |
| Überlieferung | – |
| Datierung | Der SA-Kommentar schließt aus einem Bericht eines Bekannten über CMs damalige Wohnsituation in Bezug auf den Gedichtinhalt (Unke), dass das Gedicht im Juli 1896 entstanden sein könnte. |
| Druck | Bauer (1933), S. 199 |
| Gemeinfrei | ja |
| Volltext | siehe Unterseite |
| ID | HUM-SA-03-07-0006 |