III,9/Volltext
III,9
'Als ich Hahn noch im Korbe war, und kein anderer Mund sich auf das braune Mal deines schneeigen Nackens bog - Bombenkreuzelement! Mädel, die Zeit war schön!'
"Als du sonst keine Flamme hältst und kein anderer Zopf dir in die Augen stach - ach, wie stolz war die Gretel da, und wie platzten vor Neid all meine Freundinnen!"
'Ich poussiere die Frieda jetzt. Waldmann spielt die und Strauß; o, und sie singt sehr nett! Wär's daß eins von uns sterben müßt', sagt' ich: Frieda, du bleibst! Ich sterbe gern für dich!'
"Ach, ich bin so verliebt in den Max, - sein Vater, der ist polnischer Adliger! Wär's daß eins von uns sterben müßt', sagt' ich: Maxchen, ich leid zehnmal den Tod für dich!"
'Hm! - Was sagtest du wohl, wenn nun Amor wieder den Zwist lächelnd begütigte? Wenn die Frieda passée wär und mein verstoßener Schatz offen fänd Herz und Tür?'
"Maxchen freilich ist tadellos - du hingegen ein leichtsinniger Sausewind! Doch trotz alle- und alledem - du mein Leben und Tod, mach mit mir, was du willst!"
'Donec gratus eram tibi nec quisquam potior bracchia candidae cervici iuvenis dabat; Persarum vigui rege beatior.'
"Donec non alia magis arsisti neque erat Lydia post Chloen; multi Lydia nominis Romana vigui clarior Ilia."
'Me nunc Thressa Chloe regit, dulces docta modos et citharae sciens, pro qua non metuam mori, si parcent animae fata superstiti.'
"Me torret face mutua Thurini Calais filius Ornyti, pro quo bis patiar mori, si parcent puero fata superstiti."
'Quid si prisca redit Venus diductosque iugo cogit aheneo? Si flava excutitur Chloe, reiectaeque patet ianua Lydiae?'
"Quamquam sidere pulchrior ille est, tu levior cortice et inprobo iracundior Hadria: Tecum vivere amem, tecum obeam libens!"