Mondbilder II
Eine goldene Sichel
in bräunlichen Garben,
liegt der Mond
im bronzenen Gewölk.
5Mag da weit
die Schnitterin sein?
Ich meine,
die Schwaden bewegen sich -
oh, ich errate alles!
10Ins Ährenversteck
zog wohl ein Gott
die emsige Göttermaid, -
irgend ein himmlischer
Schwerenöter der Liebe,
15Jupiter-Don Juan
oder Wodan-Faust ...
In frohem Schreck
ließ sie die Sichel fallen ...
Oh, ihr königlich freien,
20heiter genießenden,
seligen Götter!
| Lyrik | In Phantas Schloß |
| Widmung | Vorspruch | Prolog | Auffahrt | Im Traum | Phantas Schloß | Sonnenaufgang Wolkenspiele: I | II | III | IV | V | VI |
{{InformationLYR
| Werkgruppe = Lyrik
| Werkbereich = In Phantas Schloß
| Titel = Mondbilder II.
| Textanfang = Eine goldene Sichel
| Zitiert_aus = Stuttgarter Ausgabe, Lyrik I, S. 58
| Kommentar = Stuttgarter Ausgabe, Lyrik I, S. 772
| Überlieferung = [[Liste der Tagebücher Christian Morgensterns|T 189
| Datierung = Winter 1894/95
| date_start = 1894-12-01
| date_end = 1895-02-28
| unsicher = false
| Erstdruck = In Phanta's Schloß (1895)
| Gemeinfrei_seit = 1985
| Rezeptionen_künstlerisch =
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| ID = LYR-SA-01-01-0033
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