Mondaufgang

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In den Wipfeln des Walds,
die starr und schwarz
in den fahlen Dämmerhimmel
gespenstern,
hängt eine große
glänzende Seifenblase.

Langsam löst sie sich
aus dem Geäst
und schwebt hinauf
in den Äther.

Unten im Dickicht
liegt Pan,
im Munde
ein langes Schilfrohr,
dran noch der Schaum
des nahen Teiches
verkrustet schillert.

Blasen blies er,
der heitere Gott:
Die meisten aber
platzten ihm tückisch.
Nur eine
hielt sich tapfer
und flog hinaus
aus den Kronen.

Da treibt sie schimmernd,
vom Winde getragen,
über die Lande.
Immer höher steigt
die zerbrechliche Kugel.

Pan aber blickt
mit klopfendem Herzen -
verhaltenen Atems -
ihr nach.

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Zitiert aus
Kommentar Stuttgarter Ausgabe, Lyrik I, S.
Überlieferung T 189, Bl.
Datierung
Erstdruck In Phanta's Schloß (1895)
Gemeinfrei seit
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