Wolkenspiele V

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Düstere Wolke,
die du, ein Riesenfalter,
um der abendrotglühenden Berge
starrende Tannen
5wie um die Staubfäden
blutiger Lilien schwebst:
Dein Dunkel redet
vom Leid der Welt.

Welchen Tales Tränen
10hast du gesogen?
Wie viel angstvoller Seufzer
heißen Hauch
trankst du in dich?
Düstere Wolke,
15wohin
schüttest die Zähren
du wieder aus?
Schütte sie doch
hinaus in die Ewigkeit!
20Denn wenn sie wieder
zur Erde fallen,
zeugen sie neue
aus ihrem Samen.
Nie dann
25bleiben der Sterblichen 25
Augen trocken.

Ach! Da wirfst du sie schon
in den Abgrund...
Arme Erde,
30immer wieder aufs neue
getauft
in den eigenen Tränen!

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Volltexterfassung siehe Unterseite
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Werkgruppe
Werkbereich
Titel Wolkenspiele V
Textanfang Düstere Wolke
Zitiert aus
Kommentar Stuttgarter Ausgabe, Lyrik I, S. 757
Überlieferung T 1894 I, Bl. 62
Datierung vermutl. August 1894
Erstdruck In Phanta's Schloß (1895)
Gemeinfrei seit
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Rezeptionen: weiteres
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