Tragik alles Seins

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Wie lang, und dieser Ball erstarrt.
Das Drama ist zu Ende — —
— — — — — — — — — — — — — —
— — — — — — — — — — — — — —
Und wär der Geist auch ewig ruhelos,
ein Ahasver des Weltalls, müßt er wandern
5 von Ball zu Ball, und nirgend könnt er sagen:
Hier ist mein Heim für alle Ewigkeit.

Wenn ich den Blick auf deinen Scheitel hefte,
mein Erdgestirn, wie man gedankenvoll
die Hand wohl legt auf ein geliebtes Haupt,
10 dann schattet oft mir Wehmut in die Seele
und der Gedankenblüten Kelche neigen
sich schauernd nieder wie vor kaltem Hauch.
— — — — — — — — — — — — — —

Wie lang, und dieser Ball erstarrt, erstirbt.
Das Drama endet. Ihr Unsterblichen,
15 geht nun nach Haus ins Nichts. Auf keiner Lippe
ertönt ihr fürder, und so seid ihr tot.


Lyrik | Nachlese zu In Phantas Schloß
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Epilog I | Epilog II | Ad Phantas Schloß
Zur Textgestalt der Stuttgarter Ausgabe | In Phantas Schloß - Eine Einführung


Werkgruppe Lyrik
Werkbereich Nachlese zu In Phantas Schloß
Zyklus
Zyklusnummer
Titel Tragik alles Seins
Textanfang Wie lang, und dieser Ball
Zitiert aus SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 102, 103
Kommentar aus SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 794, 795
Überlieferung T 1894 I, Bl. 61
Datierung
Erstdruck SA Band I Lyrik 1887-1905
Gemeinfrei ja
Rezeptionen: künstlerisch
Rezeptionen: wissenschaftlich
Rezeptionen: Buchausgaben
Rezeptionen: weiteres
Kommentar
Volltexterfassung siehe Unterseite
ID LYR-SA-01-05-0033