Mondbilder II

Aus CMO

Eine goldene Sichel
in bräunlichen Garben,
liegt der Mond
im bronzenen Gewölk.
5Mag da weit
die Schnitterin sein?
Ich meine,
die Schwaden bewegen sich -
oh, ich errate alles!
10Ins Ährenversteck
zog wohl ein Gott
die emsige Göttermaid, -
irgend ein himmlischer
Schwerenöter der Liebe,
15Jupiter-Don Juan
oder Wodan-Faust ...
In frohem Schreck
ließ sie die Sichel fallen ...
Oh, ihr königlich freien,
20heiter genießenden,
seligen Götter!

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Kommentar Stuttgarter Ausgabe, Lyrik I, S.
Überlieferung T 189, Bl.
Datierung
Erstdruck In Phanta's Schloß (1895)
Gemeinfrei seit
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