Theomachie
Aus CMO
Schon mancher Stein hat mir geredet,
wenn ich mit Phantas Zauberstab ihn schlug,
und Seelen, die Äonen stumm verträumt,
erschlossen sich mir in geweihter Stunde.
5So dazuliegen, wenn sich eng und enger
des Luftgewebes Maschen ziehn, vom Dunkel
gesättigt, und aus schwimmenden Konturen
ein zweites Sein dem Aug’ entgegengeistert.
| Werkgruppe | Lyrik |
| Werkbereich | Nachlese zu In Phantas Schloß |
| Zyklus | – |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | Theomachie |
| Textanfang | Schon mancher Stein hat |
| Zitiert aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 74 |
| Kommentar aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 782 |
| Überlieferung | T 1894/95, Bl. 10 |
| Datierung | vermutlich Winter 1894/95 |
| Erstdruck | »Das Goetheanum" 14 (1935) S.151 |
| Gemeinfrei | ja |
| Rezeptionen: künstlerisch | – |
| Rezeptionen: wissenschaftlich | – |
| Rezeptionen: Buchausgaben | – |
| Rezeptionen: weiteres | – |
| Kommentar | – |
| Volltexterfassung | siehe Unterseite |
| ID | LYR-SA-01-02-0010 |
Kommentar
Theomachie: Kampf zwischen den Göttern.
Von diesem sind die irdischen Kämpfe ein (im Platonischen Sinne) Schattenbild, so daß sich in der Geschichte, dem irdischen Geschehen, ein verborgenes, geistiges Geschehen gleichsam spiegelt.