Talfahrt
Die du im ersten
jungfräulichen Schnee
dort am fallenden Hang
ahnungsvoll schläfst,
5talbrünstige Lawine!
Wach auf!
Und trage mich,
wildestes Roß,
wieder hinab
10in der Menschen Gefilde!
Die zierliche Flocke
bewegt sich... wächst...
und stürmt immer toller
von Fels zu Fels...
15Ich springe ihr nach
und fasse beherzt
in ihr weißes,
wehendes Mähnenhaar,
indessen Phanta
20den Renner lenkt,
wie auf rollender Kugel
die Göttin des Glücks,
hochaufgerichtet
und furchtlos.
25Wir sind am Ziel.
Vom Laufe ruht
im Bach des Tals
das Rößlein aus.
Ich flieg’ auf weichen
30Wiesenplan,
und lächelnd
hilft mir Phanta auf.
Und dann - zerbricht sie
ihren Stab.
| Lyrik | In Phantas Schloß |
| Widmung | Vorspruch | Prolog | Auffahrt | Im Traum | Phantas Schloß | Sonnenaufgang Wolkenspiele: I | II | III | IV | V | VI |
| Werkgruppe | Lyrik |
| Werkbereich | In Phantas Schloß |
| Zyklus | – |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | Talfahrt |
| Textanfang | Die du im ersten |
| Zitiert aus | Stuttgarter Ausgabe, Lyrik I, S. 63, S. 63, S. 64 |
| Kommentar aus | Stuttgarter Ausgabe, Lyrik I, S. 776, S. 777 |
| Überlieferung | T 1894/95, Bl. 80, 86 und 87 |
| Datierung | Winter 19894/95 |
| Erstdruck | In Phanta's Schloß (1895) |
| Gemeinfrei | ja |
| Rezeptionen: künstlerisch | – |
| Rezeptionen: wissenschaftlich | – |
| Rezeptionen: Buchausgaben | – |
| Rezeptionen: weiteres | – |
| Kommentar | – |
| Volltexterfassung | siehe Unterseite |
| ID | LYR-SA-01-01-0037 |