Eine lange Gasse war mein Nachtweg oT: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 23. September 2026, 13:56 Uhr
Eine lange Gasse war mein Nachtweg.
Vor mir schalt ein Kerl mit seiner Dirne,
hohl zerbrach der Hall am Wall der Wände.
Nun ein kurzer Kampf - und gellend schreiend
5 floh das Weib den Weg an mir vorüber.
Aus dem Dämmer tauchten, wie dem Boden
jäh entwachsen, drohende Gestalten,
Pfiffe schrillten, schwere Tritte trabten,
Flüche zischten: Fort! die Polizisten!
10 Und im Nu von Nacht verschlungen alles.
Wimmern noch... Geworfne Türen... Stille...
Ausgestorben schien der ganze Stadtteil.
Rot und trübe kämpften die Laternen.
| Werkgruppe | Lyrik |
| Werkbereich | Auf vielen Wegen |
| Zyklus | Eine Großstadt-Wanderung |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | – |
| Textanfang | Eine lange Gasse war mein Nachtweg. |
| Zitiert aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 140 |
| Kommentar aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 823 |
| Überlieferung | – |
| Datierung | – |
| Druck | Auf vielen Wegen (1897), S. 47. |
| Gemeinfrei | ja |
| Volltexterfassung | siehe Unterseite |
| ID | LYR-SA-01-03-0026 |