Epilog I: Unterschied zwischen den Versionen
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halben Lächelns überträum’ ich. | halben Lächelns überträum’ ich. | ||
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Wo ich wie ein Gott so frei war, | Wo ich wie ein Gott so frei war, | ||
wo des Leibs Bedürftigkeiten | wo des Leibs Bedürftigkeiten | ||
fern mir wie des Volks Geschrei war, | {{Zeile|20}} fern mir wie des Volks Geschrei war, | ||
wo zu einem höhren Bunde | |||
Scharm und Schaffen sich verbanden | Scharm und Schaffen sich verbanden | ||
und des Seins Gesicht' und Munde [bricht ab] | und des Seins Gesicht' und Munde [''bricht ab''] | ||
Herrliche Bergeinsamkeiten. | |||
{{Zeile|25}} mögt ihr ewig in mir ragen, | |||
könnt ich euch für alle Zeiten | |||
stolz in weiter Seele tragen. | |||
Auf denn! Phanta führt die Zügel. | |||
rause windschnell, mein Gespann! | |||
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durch Geklüft und Tal und Tann, | |||
bis hinaus ins Blachgefilde, | |||
wo ich einst der Glut geweiht | |||
meiner Einstgefühle Gilde, | |||
{{Zeile|35}} Winkelstadt "Vergangenheit". | |||
Neues Sein soll dort erstehen, | |||
Phanta bleibt mein Baugenoß, | |||
und ich bringe die Ideen dazu mit aus ihrem Schloß. | |||
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Aktuelle Version vom 5. April 2026, 16:56 Uhr
Heut' zum letzten Male säum’ ich
auf den selbsterschaffnen Stufen,
halben Lächelns überträum’ ich.
was mein Geist herbeigerufen,
5 um es dann mit Phantas Augen
seltsam, schelmisch zu betrachten
und, wofern es mochte taugen,
eigenherrlich auszuschlachten,
(gleich als ob die Welt ein Schwamm sei,
den zuerst mit Blut ich näßte,
10 drauf zur Prob’, daß es nicht Schlamm sei,
wieder in ein Kelchglas preßte.)
Aller Dinge neuer Täufer
an des eignen Herzbluts Bronnen.
allem hurtiger Entläufer,
15 was als Fangnetz fest gesponnen.
Seid gesegnet, Gipfelweiten!
Wo ich wie ein Gott so frei war,
wo des Leibs Bedürftigkeiten
20 fern mir wie des Volks Geschrei war,
wo zu einem höhren Bunde
Scharm und Schaffen sich verbanden
und des Seins Gesicht' und Munde [bricht ab]
Herrliche Bergeinsamkeiten.
25 mögt ihr ewig in mir ragen,
könnt ich euch für alle Zeiten
stolz in weiter Seele tragen.
Auf denn! Phanta führt die Zügel.
rause windschnell, mein Gespann!
30 Abwärts über Berg und Hügel,
durch Geklüft und Tal und Tann,
bis hinaus ins Blachgefilde,
wo ich einst der Glut geweiht
meiner Einstgefühle Gilde,
35 Winkelstadt "Vergangenheit".
Neues Sein soll dort erstehen,
Phanta bleibt mein Baugenoß,
und ich bringe die Ideen dazu mit aus ihrem Schloß.
| Werkgruppe | Lyrik |
| Werkbereich | Nachlese zu In Phantas Schloß |
| Zyklus | – |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | Epilog |
| Textanfang | Heut’ zum letzten Male |
| Zitiert aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 113 |
| Kommentar aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 812, 813 |
| Überlieferung | T 1894-95, Bl. 36f. |
| Datierung | vermutlich Winter 1894/95 |
| Erstdruck | SA Band I Lyrik 1887-1905 |
| Gemeinfrei | ja |
| Rezeptionen: künstlerisch | – |
| Rezeptionen: wissenschaftlich | – |
| Rezeptionen: Buchausgaben | – |
| Rezeptionen: weiteres | – |
| Kommentar | – |
| Volltexterfassung | siehe Unterseite |
| ID | LYR-SA-01-02-0046 |