Zwischen Weinen und Lachen: Unterschied zwischen den Versionen
UweS (Diskussion | Beiträge) Die Seite wurde neu angelegt: „<poem> {{Zeile|5}} Zwischen Weinen und Lachen schwingt die Schaukel des Lebens. Zwischen Weinen und Lachen fliegt in ihr der Mensch. Eine Mondgöttin und eine Sonnengöttin stoßen im Spiel sie hinüber, herüber. In der Mitte gelagert: Die breite Zone eintöniger Dämmerung. Hält das Helioskind schelmisch die Schaukel an, übermütige Scherze, weiche Glückseligkeit dem Wiege-Gast ins Herz jubelnd, dann färbt sich rosig, schwingt er zur…“ |
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Zwischen Weinen und Lachen | Zwischen Weinen und Lachen | ||
schwingt die Schaukel des Lebens. | schwingt die Schaukel des Lebens. | ||
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fliegt in ihr der Mensch. | fliegt in ihr der Mensch. | ||
Eine Mondgöttin | {{Zeile|5}}Eine Mondgöttin | ||
und eine Sonnengöttin | und eine Sonnengöttin | ||
stoßen im Spiel sie | stoßen im Spiel sie | ||
hinüber, herüber. | hinüber, herüber. | ||
In der Mitte gelagert: | In der Mitte gelagert: | ||
Die breite Zone | {{Zeile|10}}Die breite Zone | ||
eintöniger Dämmerung. | eintöniger Dämmerung. | ||
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schelmisch die Schaukel an, | schelmisch die Schaukel an, | ||
übermütige Scherze, | übermütige Scherze, | ||
weiche Glückseligkeit | {{Zeile|15}}weiche Glückseligkeit | ||
dem Wiege-Gast | dem Wiege-Gast | ||
ins Herz jubelnd, | ins Herz jubelnd, | ||
dann färbt sich rosig, | dann färbt sich rosig, | ||
schwingt er zurück, | schwingt er zurück, | ||
das graue Zwielicht, | {{Zeile|20}}das graue Zwielicht, | ||
und jauchzend schwört er | und jauchzend schwört er | ||
dem goldigen Dasein | dem goldigen Dasein | ||
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Hat ihn die eisige Hand | Hat ihn die eisige Hand | ||
der Selenetochter berührt, | {{Zeile|25}}der Selenetochter berührt, | ||
hat ihn ihr starres Aug’, | hat ihn ihr starres Aug’, | ||
Tod und Vergänglichkeit redend, | Tod und Vergänglichkeit redend, | ||
schauerlich angeglast, | schauerlich angeglast, | ||
dann senkt er das Haupt, | dann senkt er das Haupt, | ||
und der Frost seiner Seele | {{Zeile|30}}und der Frost seiner Seele | ||
ruft nach erlösenden Tränen. | ruft nach erlösenden Tränen. | ||
Aschfahl und freudlos | Aschfahl und freudlos | ||
nüchtert ihm nun | nüchtert ihm nun | ||
das Dämmer entgegen. | das Dämmer entgegen. | ||
Wie dünkt ihm die Welt nun | {{Zeile|35}}Wie dünkt ihm die Welt nun | ||
öde und schal. | öde und schal. | ||
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die Schaukel zu sich emporzieht - | die Schaukel zu sich emporzieht - | ||
je höher | je höher | ||
schießt sie auch drüben empor. | {{Zeile|40}}schießt sie auch drüben empor. | ||
Höchstes Lachen | Höchstes Lachen | ||
und höchstes Weinen, | und höchstes Weinen, | ||
eines Schaukelschwungs | {{Gesperrt|eines}} Schaukelschwungs | ||
Gipfel sind sie. | Gipfel sind sie. | ||
Wenn die Himmlischen endlich | {{Zeile|45}}Wenn die Himmlischen endlich | ||
des Spieles müde, | des Spieles müde, | ||
dann wiegt sie sich | dann wiegt sie sich | ||
langsam aus. | langsam aus. | ||
Und zuletzt | Und zuletzt | ||
steht sie still | {{Zeile|50}}steht sie still | ||
und mit ihr das Herz | und mit ihr das Herz | ||
des, der in ihr saß. | des, der in ihr saß. | ||
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Zwischen Weinen und Lachen | Zwischen Weinen und Lachen | ||
schwingt die Schaukel des Lebens. | schwingt die Schaukel des Lebens. | ||
Zwischen Weinen und Lachen | {{Zeile|55}}Zwischen Weinen und Lachen | ||
fliegt in ihr der Mensch. | fliegt in ihr der Mensch. | ||
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{{ | {{ÜbersichtLYR|In Phantas Schloß}} | ||
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| | | Textanfang = Zwischen Weinen und Lachen | ||
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Aktuelle Version vom 24. Februar 2026, 23:16 Uhr
Zwischen Weinen und Lachen
schwingt die Schaukel des Lebens.
Zwischen Weinen und Lachen
fliegt in ihr der Mensch.
5Eine Mondgöttin
und eine Sonnengöttin
stoßen im Spiel sie
hinüber, herüber.
In der Mitte gelagert:
10Die breite Zone
eintöniger Dämmerung.
Hält das Helioskind
schelmisch die Schaukel an,
übermütige Scherze,
15weiche Glückseligkeit
dem Wiege-Gast
ins Herz jubelnd,
dann färbt sich rosig,
schwingt er zurück,
20das graue Zwielicht,
und jauchzend schwört er
dem goldigen Dasein
dankbare Treue.
Hat ihn die eisige Hand
25der Selenetochter berührt,
hat ihn ihr starres Aug’,
Tod und Vergänglichkeit redend,
schauerlich angeglast,
dann senkt er das Haupt,
30und der Frost seiner Seele
ruft nach erlösenden Tränen.
Aschfahl und freudlos
nüchtert ihm nun
das Dämmer entgegen.
35Wie dünkt ihm die Welt nun
öde und schal.
Aber je höher die eine Göttin
die Schaukel zu sich emporzieht -
je höher
40schießt sie auch drüben empor.
Höchstes Lachen
und höchstes Weinen,
eines Schaukelschwungs
Gipfel sind sie.
45Wenn die Himmlischen endlich
des Spieles müde,
dann wiegt sie sich
langsam aus.
Und zuletzt
50steht sie still
und mit ihr das Herz
des, der in ihr saß.
Zwischen Weinen und Lachen
schwingt die Schaukel des Lebens.
55Zwischen Weinen und Lachen
fliegt in ihr der Mensch.
| Lyrik | In Phantas Schloß |
| Widmung | Vorspruch | Prolog | Auffahrt | Im Traum | Phantas Schloß | Sonnenaufgang Wolkenspiele: I | II | III | IV | V | VI |
| Werkgruppe | Lyrik |
| Werkbereich | In Phantas Schloß |
| Zyklus | – |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | Zwischen Weinen und Lachen |
| Textanfang | Zwischen Weinen und Lachen |
| Zitiert aus | Stuttgarter Ausgabe, Lyrik I, S. 38, S. 39 |
| Kommentar aus | Stuttgarter Ausgabe, Lyrik I, S. 764 |
| Überlieferung | T 1894-I, Bl. 67 und |
| Datierung | vermutlich August 1894 |
| Erstdruck | In Phanta's Schloß (1895) |
| Gemeinfrei | ja |
| Rezeptionen: künstlerisch | – |
| Rezeptionen: wissenschaftlich | – |
| Rezeptionen: Buchausgaben | – |
| Rezeptionen: weiteres | – |
| Kommentar | – |
| Volltexterfassung | siehe Unterseite |
| ID | LYR-SA-01-01-0018 |