Die weggeworfene Flinte
Aus CMO
Palmström findet eines Abends,
als er zwischen hohem Korn
singend schweift,
eine Flinte.
5Trauernd bricht er seinen Hymnus
ab und setzt sich in den Mohn,
seinen Fund
zu betrachten.
Innig stellt er den Verzagten,
10der ins Korn sie warf, sich vor
und beklagt
ihn von Herzen.
Mohn und Ähren und Cyanen
windet seine Hand derweil
15still um Lauf,
Hahn und Kolben...
Und er lehnt den so bekränzten
Stutzen an den Kreuzwegstein,
hoffend zart,
20daß der Zage,
noch einmal des Weges kommend,
ihn erblicken möge - und -
(... Seht den Mond
groß im Osten...)
| Werkgruppe | Humoristische Lyrik |
| Werkbereich | Palmström |
| Zyklus | – |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | Die weggeworfene Flinte |
| Textanfang | Palmström findet eines Abends |
| Zitiert aus | SA Band III Humoristische Lyrik, S. 122-123 |
| Kommentar aus | SA Band III Humoristische Lyrik, S. 680-681 |
| Überlieferung | T 1910-II, Bl. 5 f. |
| Datierung | Der SA-Kommentar schreibt: datiert mit 22. Februar 1910 und Widmung: meiner lieben Margareta. |
| Druck | Palmström (1910), S. 21 f. |
| Gemeinfrei | ja |
| Volltexterfassung | siehe Unterseite |
| ID | HUM-SA-03-05-0022 |