An den Augen lasest du mir’s ab oT/Volltext

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An den Augen lasest du mir’s ab, daß ich, Phanta, schwer bekümmert bin, und du ludest, wie um mich zu halten, als Fürsprecher deiner großen Liebe alle Götter gestern mir zu Gast. Pan mit seiner treuen Landschildkröte präsidierte schmuck dem krausen Volke, das vom ganzen Ball du herbefahlest, von den großen Orientalengöttern bis hinab zum Feuerländer-Fetisch. Ein Olymp war unser Gipfel, Phanta, doch ein Karnevals-Olymp, kein echter. Und ich ward - vielleicht zum ersten Male - all des tauben Pompes herzlich müde. Eigentlich, wenn ich’s mit Ernst betrachte, waren sie die Wirte, ich der Gast nur. Waren sie nicht, als ich noch nicht lebte, sind nicht sie die längst Beglaubigten, während ich bei ihnen Flitter borge, während ich, ein Marionettenkünstler, diesen bald, bald jenen tanzen lasse? Satt bin ich der Marionetten, Liebste. Helios selber und Apoll, die hehren, all die heitren Hellas-Übermenschen. - Oh wie lieb’ ich ihre stolze Schönheit - schauen fragend oft und spöttisch lächelnd mir in mein germanisch Aug’ - die Griechen. Gott ist tot. Die Götter kehren wieder, aber wir sind nicht die alten mehr. Sollen ewig wir nach rückwärts schauen? Soll dein Schloß vorwiegend zum Asyl obdachloser Götter degradiert sein, oder baun wir eins in neuem Stile... An den Augen lasest du mir ab, daß ich mit mir unzufrieden bin. Morgen, eh’ des Abendfrostes Faust rauh die Sonnen-Rose entblättert hat, wirst du meinen Vorsatz wissen, Phanta.