CMO:Künstlerische Rezeptionen erfassen

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Stand 22.09.2026

Diese Seite legt fest, wie CMO die Rezeption der Werke Morgensterns erfasst. Die Erfassung der Werke selbst steht auf CMO:Struktur und Erfassungssystematik.

Abgrenzung

Rezeption meint alles, was andere aus Morgensterns Werk oder zu seiner Person geschaffen haben. Dazu gehören Musik, Bilder, Bühne, Film, Hörfassungen, Bearbeitungen und Übersetzungen seiner Texte in andere Sprachen. Die Übersetzungen haben einen eigenen Abschnitt und eine eigene Vorlage, siehe unten.

Morgensterns eigene Übersetzungen fremder Werke bilden die Werkgruppe Übertragungen (UEB), siehe CMO:ID- und Quellen-Systematik. Die Drucke seiner Zeit schreiben meist "Deutsch von Christian Morgenstern". Der Name der Werkgruppe ist eine Festlegung von CMO, damit sich die beiden Bereiche unterscheiden.

Schriften über Morgenstern und sein Werk, also Forschungsliteratur, Essays, Rezensionen und Zeitungsartikel, werden gesondert als Literatur erfasst.

Modell

Jeder Rezeptionseintrag wird nach zwei Merkmalen beschrieben:

  • Gattung: was entstanden ist
  • Rolle: wer in welcher Weise beteiligt war

Die Rolle gehört zur Beziehung zwischen einer Person und einem Werk. Viele Beteiligte haben mehrere Rollen, sie komponieren und singen oder illustrieren und geben heraus. Die Seiten der Beteiligten tragen deshalb den Namen und keine Rollenbezeichnung.

Werk und Realisierung werden getrennt. Eine Vertonung ist ein Werk. Jede Aufnahme und jede Aufführung ist eine Realisierung davon und hat eigene Beteiligte. Erscheint dieselbe Vertonung als Noten und auf einer CD, sind das zwei Einträge.

Wo die Rezeption steht

Eine eigene Seite bekommt die Einheit, die als Ganzes erschienen ist: Notendruck, Tonträger, Buch, Grafikmappe, Film, Inszenierung. Was nie als Einheit erschienen ist, etwa ein einzelnes Gemälde oder ein ungedrucktes Lied, steht auf der Seite der beteiligten Person.

Daraus ergeben sich drei Orte:

  • Gedichtseite: Abschnitt Rezeptionen, je Eintrag ein Aufruf von Vorlage:Rezeption, und Abschnitt In anderen Sprachen, je Übersetzung ein Aufruf von Vorlage:Übersetzung
  • Seite der Einheit: Inhalt, Beteiligte mit Rollen, Erscheinungsangaben
  • Seite der Person: kurze Biografie, Einheiten und Einzelwerke

Auf der Gedichtseite steht nur, wer das Werk geschaffen hat und wo es zu finden ist. Besetzung, Instrumente und weitere Beteiligte stehen auf der Seite der Einheit.

Interpreten bekommen eine eigene Seite, wenn sie einen eigenen gestaltenden Anteil haben. Das trifft zu bei einer eigenen Bearbeitung oder einem eigenen Arrangement, bei einer eigenen Auswahl als Programm und bei Aufnahmen mehrerer Vertonungen, auch von verschiedenen Komponisten. Sonst steht der Name auf der Seite der Einheit.

Darstellungen Morgensterns selbst, etwa Porträts und Büsten, stehen nicht auf Gedichtseiten, sondern auf der Seite zu Morgensterns Person.

Die Vorlage Rezeption

{{Rezeption
| Gattung = 
| Beteiligt1 = 
| Rolle1 = 
| Werk = 
| Beteiligt2 = 
| Rolle2 = 
| Einheit = 
| Medium = 
| Form = 
| Jahr = 
| Objekt = 
| Anmerkung = 
}}

Die Vorlage erzeugt einen Listenpunkt. Vorn steht, wer das Werk geschaffen hat, als Verb aus der Rolle. Danach folgt, wo es zu finden ist. Beispiel:

Pflicht sind Gattung, Beteiligt1 und Rolle1. Alle übrigen Felder bleiben leer, wenn es nichts zu sagen gibt.

Gattung wird nicht angezeigt. Sie bestimmt die Kategorie und die Wendung vor der Einheit: "zu hören auf" bei Musik und Hörfassung, "zu sehen in" bei Film und Bühne, sonst "in".

Werk nimmt den eigenen Titel eines Werks auf, etwa eines Liederzyklus, der mehrere Gedichte vertont. Der Titel wird verlinkt, wenn es eine Seite mit diesem Namen gibt.

Beteiligt nimmt Personen und Gruppen auf, also auch Chöre, Bands und Ensembles. Der zweite Beteiligte wird nur eingetragen, wenn er für das Gedicht wichtig ist, etwa der Sprecher einer Lesung.

Medium nimmt nur den Wert Noten auf. Er wird gesetzt, wenn die Einheit ein Notendruck ist, und ergibt "gedruckt in" statt "zu hören auf".

Form nimmt Technik oder Besetzung auf, wenn sie für das Gedicht wichtig ist, etwa bei einem Gemälde.

Jahr ist das Jahr des Werks. Ist es unbekannt, gilt das Jahr der Einheit.

Objekt nimmt die Objektnummer von museum-digital auf, wenn ein Original im Christian-Morgenstern-Literaturmuseum liegt. Die Vorlage bildet daraus den Link auf den Datenbankeintrag. Die Inventarnummer steht nur in museum-digital, weil die Datenbank für die Objektdaten führend ist. Bei einer Einheit wie einer CD besitzt das Museum nur ein Exemplar, dann steht der Verweis auf der Seite der Einheit.

Anmerkung ist Freitext. Fehlt die Einheit, nennt die Anmerkung, woher die Angabe stammt.

Die Vorlage setzt diese Kategorien:

Wertelisten

Werte und Kategorien stehen im generischen Maskulinum. Im Fließtext einer Personenseite gilt die Form, die zur Person passt.

Gattung

Wert gilt, wenn
Musik Musik mit oder ohne Text, vom Lied bis zum Instrumentalstück
Illustration Bilder, die einen Text begleiten und ohne ihn nicht vollständig sind, auch Comic und Graphic Novel
Bildende Kunst Bildwerke, die für sich stehen, auch Fotografie als Kunstwerk und digitale Kunst
Bühne Theater, Kabarett, Puppenspiel, Tanz
Film Spielfilm, Trickfilm, Musikvideo
Hörfassung Lesung, Hörbuch, Hörspiel ohne eigene Komposition
Literarische Bearbeitung Parodie, Fortschreibung, Hommage in Textform
Angewandte Gestaltung Kalligrafie, Plakat, Briefmarke, Gedenktafel, Gebrauchsgegenstand

Übersetzungen sind keine Gattung dieser Liste. Sie werden mit der eigenen Vorlage erfasst.

Rolle

Wert angezeigt Ebene Ereignistyp bei museum-digital
Komponist vertont von Schöpfung Verfasst
Bearbeiter bearbeitet von Schöpfung keiner
Illustrator illustriert von Schöpfung Illustriert
Maler gemalt von Schöpfung Gemalt
Zeichner gezeichnet von Schöpfung Gezeichnet
Grafiker grafisch umgesetzt von Schöpfung Druckplatte hergestellt
Bildhauer plastisch gestaltet von Schöpfung Modelliert
Fotograf fotografiert von Schöpfung Aufgenommen
Gestalter gestaltet von Schöpfung Dekor entworfen, Form entworfen
Übersetzer übersetzt von Schöpfung keiner
Autor verfasst von Schöpfung Verfasst
Regisseur inszeniert von Schöpfung keiner
Choreograf choreografiert von Schöpfung keiner
Sänger gesungen von Ausführung Gesungen
Sprecher gesprochen von Ausführung Gesprochen
Musiker gespielt von Ausführung keiner
Darsteller dargestellt von Ausführung keiner
Puppenspieler im Puppenspiel von Ausführung keiner

Bearbeiter gilt für Musik und Text, also für ein Arrangement ebenso wie für eine Montage oder eine Bühnenfassung nach fremder Vorlage. Wer eine Bühnenfassung selbst schreibt, ist Autor.

Grafiker meint Druckgrafik. Gestaltung im angewandten Sinn trägt Gestalter.

Musiker schließt Instrumentalisten, Ensembles, Chöre und Bands ein.

Übersetzer steht in dieser Liste für den Fall, dass ein Werk eine Übersetzung verwendet, etwa eine Vertonung eines übersetzten Textes. Dann ist der Übersetzer an diesem Werk beteiligt.

Herausgeber, Verlag und Label gehören zur Einheit und stehen deshalb nicht in dieser Liste.

Übersetzungen in andere Sprachen

Übersetzungen folgen derselben Regel wie die übrige Rezeption: Die Einheit, meist ein Buch, bekommt eine eigene Seite, und der Übersetzer bekommt eine Personenseite. Nachdichtungen gehören dazu und werden nicht eigens gekennzeichnet.

Auf der Gedichtseite

Die Übersetzungen stehen im Abschnitt In anderen Sprachen, je Übersetzung ein Aufruf:

{{Übersetzung
| Sprache = 
| Titel = 
| Übersetzer = 
| Übersetzer2 = 
| Jahr = 
| Einheit = 
| Seite = 
| Objekt = 
| Seitenname = 
| Anmerkung = 
}}

Die Vorlage erzeugt einen Listenpunkt in derselben Form wie die Rezeption:

  • Englisch, übersetzt von Übersetzer A: Titel C, in Sammelband B, S. 12 (1963)

Pflicht sind Sprache und Übersetzer. Titel steht so, wie er gedruckt ist, auch in fremder Schrift. Übersetzer2 ist für Gemeinschaftsübersetzungen. Seite meint die Seite in der Einheit. Einheit bleibt leer, wenn die Übersetzung nicht erschienen ist, etwa bei einem Typoskript im Museum. Dann trägt der Eintrag die Objektnummer.

Einheit und Übersetzer werden immer verlinkt. Der Titel wird nur verlinkt, wenn die Übersetzung eine eigene Seite hat. Die Vorlage prüft das selbst.

Die Vorlage setzt die Kategorie der Sprache, etwa Kategorie:Ins Englische übersetzt. Unzulässige oder fehlende Pflichtwerte zeigt sie rot an und setzt die Kategorie:Übersetzung mit unzulässigem Wert.

Eigene Seiten für Übersetzungen

Eine Übersetzung bekommt eine eigene Seite mit ihrem Text, wenn sie gemeinfrei ist oder der Übersetzer die Veröffentlichung genehmigt hat. Eine Genehmigung liegt schriftlich vor.

Der Seitenname lautet immer "Titel (Übersetzer)", bei Gemeinschaftsübersetzungen "Titel (Übersetzer A und Übersetzer B)". Hat derselbe Übersetzer ein Gedicht zweimal übersetzt, kommt das Jahr dazu: "Titel (Übersetzer A, 1963)". In diesem Fall trägt der Aufruf auf der Gedichtseite den Seitennamen im Feld Seitenname, weil die Vorlage ihn sonst nicht findet.

Die Seite ist aufgebaut wie eine Gedichtseite. Oben steht der Text im poem-Block, darunter die Infobox:

{{InformationÜbersetzung
| Original = 
| Sprache = 
| Übersetzer = 
| Übersetzer2 = 
| Jahr = 
| Einheit = 
| Seite = 
| Objekt = 
| Rechtsgrundlage = 
| Anmerkung = 
}}

Original ist der Seitenname des deutschen Gedichts. Rechtsgrundlage nimmt gemeinfrei oder Genehmigung. Die Infobox setzt die Kategorie der Sprache, etwa Kategorie:Übersetzungen ins Englische.

Sprachen

Die Sprache steht als deutscher Name, für Latein in der Form Lateinisch. Die zulässigen Sprachen stehen in Vorlage:Übersetzung/Sprache. Eine neue Sprache wird dort eingetragen.

Beispiele

Reihenfolge beim Erfassen

  1. Seite der Einheit anlegen
  2. Seiten der Personen anlegen
  3. bei Übersetzungen mit eigenem Text die Seite der Übersetzung anlegen
  4. Einträge auf den Gedichtseiten setzen

In dieser Reihenfolge sind die Links schon blau, wenn die Einträge entstehen. Ein Tippfehler im Seitennamen fällt dann sofort auf.

Vertonung auf einer CD

Der Club der toten Dichter hat Vertonungen von Reinhardt Repke eingespielt. Die CD hat eine eigene Seite, die Besetzung und die Titelliste stehen dort. Auf jeder der vertonten Gedichtseiten steht derselbe Eintrag:

{{Rezeption
| Gattung = Musik
| Beteiligt1 = Reinhardt Repke
| Rolle1 = Komponist
| Jahr = 2026
| Einheit = Club der toten Dichter - Galgenlieder - Christian Morgenstern
}}

ergibt:

Das Jahr ist das der CD, weil das Entstehungsjahr der Vertonungen nicht bekannt ist.

Notendruck mit eigenem Werktitel

Die Namen in diesem und den folgenden Beispielen sind Platzhalter.

{{Rezeption
| Gattung = Musik
| Beteiligt1 = Komponist A
| Rolle1 = Komponist
| Werk = Galgenlieder für Singstimme und Klavier
| Einheit = Notenausgabe B
| Medium = Noten
| Jahr = 1920
}}

ergibt:

  • vertont von Komponist A: Galgenlieder für Singstimme und Klavier, gedruckt in Notenausgabe B (1920)

Ist derselbe Zyklus auch auf einer CD erschienen, folgt ein zweiter Eintrag mit der CD als Einheit und ohne Medium.

Einzelwerk ohne Einheit

{{Rezeption
| Gattung = Bildende Kunst
| Beteiligt1 = Maler E
| Rolle1 = Maler
| Form = Öl auf Leinwand
| Jahr = 1960
}}

ergibt:

  • gemalt von Maler E (Öl auf Leinwand, 1960)

Das Gemälde steht außerdem auf der Seite des Malers, unter den Einzelwerken.

Vertonung ohne bekanntes Werk

Manchmal ist nur bekannt, dass jemand ein Gedicht vertont hat. Dann nennt die Anmerkung, woher die Angabe stammt:

{{Rezeption
| Gattung = Musik
| Beteiligt1 = Komponist X
| Rolle1 = Komponist
| Anmerkung = Erwähnt in: Quelle Y.
}}

ergibt:

  • vertont von Komponist X. Erwähnt in: Quelle Y.

Der Eintrag landet in der Kategorie:Vertonung ohne Einheit und verschwindet dort, sobald eine Einheit eingetragen ist.

Übersetzung mit eigener Seite

Die Seite "Titel C (Übersetzer A)" trägt den Text und die Infobox. Auf der Gedichtseite steht im Abschnitt In anderen Sprachen:

{{Übersetzung
| Sprache = Englisch
| Titel = Titel C
| Übersetzer = Übersetzer A
| Jahr = 1963
| Einheit = Sammelband B
| Seite = 12
}}

ergibt:

  • Englisch, übersetzt von Übersetzer A: Titel C, in Sammelband B, S. 12 (1963)

Der Titel ist verlinkt, weil die Seite existiert. Ohne eigene Seite erscheint er unverlinkt.

Verbindung zu museum-digital

Die Objekte des Christian-Morgenstern-Literaturmuseums werden in museum-digital:brandenburg dokumentiert. CMO verweist über das Feld Objekt auf den Eintrag dort.

Die Rollen von CMO sind den Ereignistypen von museum-digital zugeordnet, siehe die Tabelle oben. CMO beschreibt, wer beteiligt war, museum-digital beschreibt, was geschehen ist. Wer ein Rezeptionsobjekt in museum-digital einträgt, liest in der Tabelle ab, welcher Ereignistyp zur Rolle gehört. Komponieren läuft dort über Verfasst, das ausdrücklich auch für Notenschriften gilt.

Für sieben Rollen hat museum-digital keinen eigenen Ereignistyp. Dort bleibt nur ein allgemeiner Typ wie Hergestellt oder Geistige Schöpfung.

Grundlage ist die Liste der Ereignistypen im Handbuch von museum-digital: https://de.handbook.museum-digital.info/Grundkonzepte/Ereignistypen.html