CMO:Künstlerische Rezeptionen erfassen
Diese Seite legt fest, wie CMO die künstlerischen Rezeption der Werke Morgensterns erfasst.
Schriften über Morgenstern und sein Werk (wissenschaftliche Rezeptionen), also Forschungsliteratur, Essays, Rezensionen und Zeitungsartikel, werden gesondert als Literatur erfasst.
Die Erfassung der Werke selbst steht auf CMO:Struktur und Erfassungssystematik.
Abgrenzung
Rezeption meint alles, was andere aus Morgensterns Werk oder zu seiner Person geschaffen haben. Dazu gehören Musik, Bilder, Bühne, Film, Hörfassungen, Bearbeitungen und Übersetzungen seiner Texte in andere Sprachen.
Übersetzungen in andere Sprachen werden als eigener Strang erfasst, weil sie vollständige Texte mit eigenen Angaben zu Sprache und Ausgabe sind. Auf der Gedichtseite erscheinen sie trotzdem als Rezeptionseintrag. Nachdichtungen gehören zu diesem Strang.
Morgensterns eigene Übertragungen fremder Werke sind eine Werkgruppe und keine Rezeption.
Modell
Jeder Rezeptionseintrag wird nach zwei Merkmalen beschrieben:
- Gattung: was entstanden ist
- Rolle: wer in welcher Weise beteiligt war
Wie eng sich ein Werk an Morgensterns Text hält, wird nicht als eigener Wert erfasst. Greift es nur ein Motiv oder eine Figur auf, steht das bei Bedarf in Form oder Anmerkung.
Die Rolle gehört zur Beziehung zwischen einer Person und einem Werk. Viele Beteiligte haben mehrere Rollen, sie komponieren und singen oder illustrieren und geben heraus. Die Seiten der Beteiligten tragen deshalb den Namen und keine Rollenbezeichnung.
Werk und Realisierung werden getrennt. Eine Vertonung ist ein Werk. Jede Aufnahme und jede Aufführung ist eine Realisierung davon und hat eigene Beteiligte.
Wo die Rezeption steht
Eine eigene Seite bekommt die Einheit, die als Ganzes erschienen ist: Notendruck, Tonträger, Buch, Grafikmappe, Film, Inszenierung. Was nie als Einheit erschienen ist, etwa ein einzelnes Gemälde oder ein ungedrucktes Lied, steht auf der Seite der beteiligten Person.
Daraus ergeben sich drei Orte:
- Gedichtseite: Abschnitt Rezeptionen, je Eintrag ein Aufruf von Vorlage:Rezeption
- Seite der Einheit: Inhalt, Beteiligte mit Rollen, Erscheinungsangaben
- Seite der Person: kurze Biografie, Einheiten und Einzelwerke
Interpreten bekommen eine eigene Seite, wenn sie einen eigenen gestaltenden Anteil haben. Das trifft zu bei einer eigenen Bearbeitung oder einem eigenen Arrangement, bei einer eigenen Auswahl als Programm und bei Aufnahmen mehrerer Vertonungen, auch von verschiedenen Komponisten. Sonst steht der Name auf der Seite der Einheit.
Darstellungen Morgensterns selbst, etwa Porträts und Büsten, stehen nicht auf Gedichtseiten, sondern auf der Seite zu Morgensterns Person.
Die Vorlage
{{Rezeption
| Gattung =
| Form =
| Beteiligt1 =
| Rolle1 =
| Beteiligt2 =
| Rolle2 =
| Jahr =
| Einheit =
| Objekt =
| Anmerkung =
}}
Pflicht sind Gattung, Beteiligt1 und Rolle1. Das Jahr wird eingetragen, wenn es bekannt ist. Die übrigen Felder bleiben leer, wenn es nichts zu sagen gibt.
Form nimmt auf, was je Gattung verschieden ist: die Besetzung bei Musik, die Technik bei Bildern, die Spielform bei der Bühne.
Beteiligt nimmt Personen und Gruppen auf, also auch Chöre, Bands und Ensembles. Zwei Beteiligte reichen auf der Gedichtseite, weitere stehen auf der Seite der Einheit.
Objekt nimmt die Objektnummer von museum-digital auf, wenn das Werk im Christian-Morgenstern-Literaturmuseum liegt. Die Vorlage bildet daraus den Link auf den Datenbankeintrag. Die Inventarnummer steht nur in museum-digital, weil die Datenbank für die Objektdaten führend ist. Bei einem Original steht die Objektnummer im Rezeptionseintrag. Bei einer Einheit wie einer CD besitzt das Museum nur ein Exemplar, dann steht der Verweis auf der Seite der Einheit.
Die Vorlage setzt bei den Gattungen Illustration und Bildende Kunst die Kategorie:Bildnerisch rezipiert. Unzulässige oder fehlende Pflichtwerte zeigt sie rot an und setzt die Kategorie:Rezeption mit unzulässigem Wert.
Wertelisten
Werte und Kategorien stehen im generischen Maskulinum. Im Fließtext einer Personenseite gilt die Form, die zur Person passt.
Gattung
| Wert | gilt, wenn |
|---|---|
| Musik | Musik mit oder ohne Text, vom Lied bis zum Instrumentalstück |
| Illustration | Bilder, die einen Text begleiten und ohne ihn nicht vollständig sind, auch Comic und Graphic Novel |
| Bildende Kunst | Bildwerke, die für sich stehen, auch Fotografie als Kunstwerk und digitale Kunst |
| Bühne | Theater, Kabarett, Puppenspiel, Tanz |
| Film | Spielfilm, Trickfilm, Musikvideo |
| Hörfassung | Lesung, Hörbuch, Hörspiel ohne eigene Komposition |
| Übersetzung | Fassung in einer anderen Sprache, auch Nachdichtung |
| Literarische Bearbeitung | Parodie, Fortschreibung, Hommage in Textform |
| Angewandte Gestaltung | Kalligrafie, Plakat, Briefmarke, Gedenktafel, Gebrauchsgegenstand |
Rolle
| Wert | Ebene | Ereignistyp bei museum-digital |
|---|---|---|
| Komponist | Schöpfung | Verfasst |
| Bearbeiter | Schöpfung | keiner |
| Illustrator | Schöpfung | Illustriert |
| Maler | Schöpfung | Gemalt |
| Zeichner | Schöpfung | Gezeichnet |
| Grafiker | Schöpfung | Druckplatte hergestellt |
| Bildhauer | Schöpfung | Modelliert |
| Fotograf | Schöpfung | Aufgenommen |
| Gestalter | Schöpfung | Dekor entworfen, Form entworfen |
| Übersetzer | Schöpfung | keiner |
| Autor | Schöpfung | Verfasst |
| Regisseur | Schöpfung | keiner |
| Choreograf | Schöpfung | keiner |
| Sänger | Ausführung | Gesungen |
| Sprecher | Ausführung | Gesprochen |
| Musiker | Ausführung | keiner |
| Dirigent | Ausführung | keiner |
| Darsteller | Ausführung | keiner |
| Puppenspieler | Ausführung | keiner |
Bearbeiter gilt für Musik und Text, also für ein Arrangement ebenso wie für eine Montage oder eine Bühnenfassung nach fremder Vorlage. Wer eine Bühnenfassung selbst schreibt, ist Autor.
Grafiker meint Druckgrafik. Gestaltung im angewandten Sinn trägt Gestalter.
Musiker schließt Instrumentalisten, Ensembles, Chöre und Bands ein.
Herausgeber, Verlag und Label gehören zur Einheit und stehen deshalb nicht in dieser Liste.
Verbindung zu museum-digital
Die Objekte des Christian-Morgenstern-Literaturmuseums werden in museum-digital:brandenburg dokumentiert. CMO verweist über das Feld Objekt auf den Eintrag dort.
Die Rollen von CMO sind den Ereignistypen von museum-digital zugeordnet, siehe die Tabelle oben. CMO beschreibt, wer beteiligt war, museum-digital beschreibt, was geschehen ist. Wer ein Rezeptionsobjekt in museum-digital einträgt, liest in der Tabelle ab, welcher Ereignistyp zur Rolle gehört. Komponieren läuft dort über Verfasst, das ausdrücklich auch für Notenschriften gilt.
Für acht Rollen hat museum-digital keinen eigenen Ereignistyp. Dort bleibt nur ein allgemeiner Typ wie Hergestellt oder Geistige Schöpfung.
Grundlage ist die Liste der Ereignistypen im Handbuch von museum-digital: https://de.handbook.museum-digital.info/Grundkonzepte/Ereignistypen.html