Landregen

Aus CMO

Auf der Erde
steht eine hohe, gewaltige,
tausendsaitige Regenharfe.
Und Phanta greift mit beiden
5Händen hinein
und singt dazu -:
monoton,
wie ein Indianerweib,
immer dasselbe.
10Die Lider werden mir
schwer und schwerer.
Nach langem Halbschlaf
erwach’ ich wieder, -
reibe verstört mir
15die trägen Augen -:
Auf der Erde
steht eine hohe, gewaltige,
tausendsaitige Regenharfe.


Lyrik | In Phantas Schloß
Widmung | Vorspruch | Prolog | Auffahrt | Im Traum | Phantas Schloß | Sonnenaufgang

Wolkenspiele: I | II | III | IV | V | VI
Sonnenuntergang | Homo Imperator | Kosmogonie | Das Hohelied | Zwischen Weinen und Lachen | Im Tann | Der zertrümmerte Spiegel | Das Kreuz | Die Versuchung | Der Nachtwandler | Andre Zeiten, andre Drachen | Die Weide am Bache | Abenddämmerung | Augustnacht | Mädchentränen | Landregen | Der beleidigte Pan | Mondaufgang
Mondbilder: I. | II. | III. | IV.
Erster Schnee | Talfahrt | Epilog
Zur Textgestalt der Stuttgarter Ausgabe | In Phantas Schloß - Eine Einführung

Werkgruppe Lyrik
Werkbereich In Phantas Schloß
Zyklus –
Zyklusnummer –
Titel Landregen
Textanfang Auf der Erde
Zitiert aus Stuttgarter Ausgabe, Lyrik I, S. 55, S. 56
Kommentar aus Stuttgarter Ausgabe, Lyrik I, S. 771
Überlieferung T 1894 I, Bl. 27
Datierung vermutlich August 1894
Druck –
Gemeinfrei ja
Volltexterfassung siehe Unterseite
ID LYR-SA-01-01-0029