Kosmogonie (Mondlose Sternennacht)/Volltext: Unterschied zwischen den Versionen
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- Du bist ein Weib, und Weiber rät man leicht, | - Du bist ein Weib, und Weiber rät man leicht, | ||
durchdrang man erst den Nimbus, der sie hüllt. | durchdrang man erst den Nimbus, der sie hüllt. | ||
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Aktuelle Version vom 2. September 2026, 11:50 Uhr
Kosmogonie (Mondlose Sternennacht)
Ihr ratet nicht, wie die Welt geworden. Ist's einer Gottheit Blut, verspritzt? Sind's hunderttausend Menschenaugen, gespiegelt, oder ein dunkler Teppich, drauf irgendeine fleißige Göttin mit Kreuzstichen in gelber und roter Seide gestickt hat. Oder Perlen - tagüber in Wolkenmuscheln gebettet... Oder die von der Menschheit glühenden Gedankenpfeilen durchlöcherten Kerkerwände menschlichen Erkennens?
Mondlose Nacht um mich. Aus tausend Augen betrachtet blinzelnd mich die Ewigkeit, ironisch zwinkernd, gleich als wollte sie mir spöttisch sagen: "Mich errätst du nicht!" Nun denn! So will ich mehr als dich erraten: - Du bist ein Weib, und Weiber rät man leicht, durchdrang man erst den Nimbus, der sie hüllt. Wie aber könnt' ich dies bei dir - du