Meine Kunst/Volltext: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 2. September 2026, 11:49 Uhr
Meine Kunst
Die Welt ist mein Stein, aus dem ich mit drängendem Hammer mir mein Grabmonument tiefsinnig schlage. Zu tausend Stößen stemm' ich den Meißel gegen den harten Fels, in Ritzen und Löcher schütt' ich den Sprengstoff großer Gefühle. Und doch wird es ein Torso bleiben, ein Block, vielbehauen, ahnen lassend, doch unvollendet... Oh daß es, wenn heiße Augen einst zu ihm aufschaun, wie jenes pygmalionische Bild Leben gewönne, hinunterstiege von seinem Sockel, umarmt, umarmend, ein segnendes Lebendiges, ein Tiefbeglückendes, einsamen Geistern ein Trost, ein Umdeuter. Werbe, dränge, ringe, mein Stahl, zwinge den Fels! Vielleicht daß doch Baldurs Schönheit einst sich aus ihm erhöbe.