Nachlese zu Auf vielen Wegen: Unterschied zwischen den Versionen
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Die thematische Vielgestaltigkeit der Bücher {{Kap|Auf vielen Wegen}} und {{Kap|Ich und die Welt}} erschwert eine "Nachlese" im Sinn einer Auslese aus Morgensterns lyrischem Nachlaß, so wie sie sich für {{Kap|In Phantas Schloss}} und {{Kap|Ein Sommer}} ohne weiteres ergibt. Es wäre denkbar, hier im wesentlichen alles einzuschieben, was nach Phanta in Morgensterns ersten Berliner Jahren an ernster Lyrik entstanden ist. Das würde erdrückend wirken innerhalb der Folge von Morgensterns schmalen Versbüchern. Abgesehen davon, daß in der vorliegenden Ausgabe der Nachlaß in kritischer Auswahl dargeboten wird, wurde ein Prinzip angewandt, das dem Charakter der einzelnen Bände gerechter zu werden verspricht. Für {{Kap|Auf vielen Wegen}} wurde eine Reihe Gedichte aus den Jahren 1895-97 ausgewählt, meist aus dem Nachlaßband {{Kap|Mensch Wanderer (1927)}}, die in Motiv und Idee an manches aus den von Morgenstern veröffentlichten frühen Büchern anklingen. Eine echte "Nachlese" zu {{Kap|Auf vielen Wegen}} stellen die Gedichte aus dem Zyklus {{Kap|Träume}} dar, die Μ in einer Zeitschrift veröffentlicht, aber nicht in sein Buch aufgenommen hat. In einem Fall ({{Kap|Die Dominante}}) bringen wir zu einem Gedicht die stark differierende Urfassung. Für viele Texte aus {{Kap|Mensch Wanderer}} ist keine Originalhandschrift Morgensterns nachweisbar. In solchen Fällen muß der von der Witwe des Dichters in dem Nachlaßband publizierte Text als authentisch gelten. | |||
Version vom 15. Februar 2026, 08:03 Uhr
Kommentar
Die thematische Vielgestaltigkeit der Bücher Auf vielen Wegen und Ich und die Welt erschwert eine "Nachlese" im Sinn einer Auslese aus Morgensterns lyrischem Nachlaß, so wie sie sich für In Phantas Schloss und Ein Sommer ohne weiteres ergibt. Es wäre denkbar, hier im wesentlichen alles einzuschieben, was nach Phanta in Morgensterns ersten Berliner Jahren an ernster Lyrik entstanden ist. Das würde erdrückend wirken innerhalb der Folge von Morgensterns schmalen Versbüchern. Abgesehen davon, daß in der vorliegenden Ausgabe der Nachlaß in kritischer Auswahl dargeboten wird, wurde ein Prinzip angewandt, das dem Charakter der einzelnen Bände gerechter zu werden verspricht. Für Auf vielen Wegen wurde eine Reihe Gedichte aus den Jahren 1895-97 ausgewählt, meist aus dem Nachlaßband Mensch Wanderer (1927), die in Motiv und Idee an manches aus den von Morgenstern veröffentlichten frühen Büchern anklingen. Eine echte "Nachlese" zu Auf vielen Wegen stellen die Gedichte aus dem Zyklus Träume dar, die Μ in einer Zeitschrift veröffentlicht, aber nicht in sein Buch aufgenommen hat. In einem Fall (Die Dominante) bringen wir zu einem Gedicht die stark differierende Urfassung. Für viele Texte aus Mensch Wanderer ist keine Originalhandschrift Morgensterns nachweisbar. In solchen Fällen muß der von der Witwe des Dichters in dem Nachlaßband publizierte Text als authentisch gelten.