Prolog/Volltext: Unterschied zwischen den Versionen
UweS (Diskussion | Beiträge) Keine Bearbeitungszusammenfassung |
UweS (Diskussion | Beiträge) Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 35: | Zeile 35: | ||
Auf, mein Herz! Empor zum frohen | Auf, mein Herz! Empor zum frohen | ||
Äther, tänzergleich geschürzt! | Äther, tänzergleich geschürzt! | ||
Schönheit-Sonnensegen, Freiheit | Schönheit-Sonnensegen, Freiheit- | ||
Odem, goldfruchtschwere Kraft, | Odem, goldfruchtschwere Kraft, | ||
ist die heilige Kräftedreiheit, | ist die heilige Kräftedreiheit, | ||
die aus Nichts das Ewige schafft. | die aus Nichts das Ewige schafft. | ||
Aktuelle Version vom 27. Mai 2026, 08:16 Uhr
Prolog
Längst Gesagtes wieder sagen, hab’ ich endlich gründlich satt. Neue Sterne! Neues Wagen! Fahre wohl, du alte Stadt, drin mit dürren Binsendächern alte Traumbaracken stehn, draus kokett mit schwarzen Fächern meine Wunden Abschied wehn. Kirchturm mit der Tränenzwiebel, als vielsagendem Symbol, Holperpflaster, Dämmergiebel, Wehmutskneipen, fahret wohl!
Hoch in einsam—heitren Stillen gründ’ ich mir ein eignes Heim, ganz nach eignem Witz und Willen, ohne Balken, Brett und Leim. Rings um Sonnenstrahlgerüste wallend Nebeltuch gespannt, auf die All-gewölbten Brüste kühner Gipfel hingebannt. Schlafgemach -: mit Sterngoldscheibchen der Tapete Blau besprengt, und darin als Leuchterweibchen Frau Selene aufgehängt.
Längst Gesagtes wieder sagen, ach! ich hab’ es gründlich satt. Phantas Rosse vor den Wagen! Fackeln in die alte Stadt! Wie die Häuser lichterlohen, wie es kracht und raucht und stürzt! Auf, mein Herz! Empor zum frohen Äther, tänzergleich geschürzt! Schönheit-Sonnensegen, Freiheit- Odem, goldfruchtschwere Kraft, ist die heilige Kräftedreiheit, die aus Nichts das Ewige schafft.