Die Dominante: Unterschied zwischen den Versionen
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Mit Dominante sind hier wohl die gleichförmigen, tiefen Begleitakkorde des Dudelsacks gemeint. | |||
Das Gedicht ist die vermutlich frühere Fassung von [[Der Urton]]. | |||
Das Gedicht beschreibt im Mittelteil (Z. 10–21) das physikalische Phänomen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Chladnische_Klangfigur Chladnischen Klangfiguren], bei denen Sand auf einer vibrierenden Platte geometrische Muster bildet. | |||
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Aktuelle Version vom 19. September 2026, 23:34 Uhr
Fernher schwillt
eines Dudelsacks
einförmig-allumfassende
Melodie:
5 Unablässig
baut und löst sich
über der Dominante
das Tongefüge
— — — — — —
Auf der blauen Tafel
10 Unendlichkeit
liegt unermeßlicher Sand gebreitet...
Da streicht ein Bogen
die Tafel an:
Von einem Ton
15 schwingt und klingt
die bebende Fläche.
Und siehe:
Der Sand
eint und trennt sich
20 zu zahllosen Bildungen...
Aus toten Atomen
fügt sich rhythmisch bewegter
eigentönender Körper
unübersehbarer Kranz
25 und löst sich auf
und fügt sich wieder.
Unter dem Wirbel
der Formen, Farben und Töne
brummt unaufhörlich
30 der Urton,
herrscht
die fürchterlich-unbegreifliche
Dominante.
— — — — — — — —
Fern verschwillt
35 des Dudelsacks
einförmig-allumfassende
Melodie.
Dem Tor des Ostens entschwebt
langsam,
40 schweigend,
die Nacht.
| Werkgruppe | Lyrik |
| Werkbereich | Nachlese zu Auf vielen Wegen |
| Zyklus | – |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | Die Dominante |
| Textanfang | Fernher schwillt |
| Zitiert aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 205, 206 |
| Kommentar aus | SA Band I Lyrik 1887-1905, S. 843, 844 |
| Überlieferung | Einzelblatt, handschriftlich, im Nachlaß |
| Datierung | – |
| Druck | – |
| Gemeinfrei | ja |
| Volltexterfassung | siehe Unterseite |
| ID | LYR-SA-01-04-0027 |
Kommentar
Mit Dominante sind hier wohl die gleichförmigen, tiefen Begleitakkorde des Dudelsacks gemeint.
Das Gedicht ist die vermutlich frühere Fassung von Der Urton.
Das Gedicht beschreibt im Mittelteil (Z. 10–21) das physikalische Phänomen der Chladnischen Klangfiguren, bei denen Sand auf einer vibrierenden Platte geometrische Muster bildet.